06.06.2021 - 11:44 Uhr
BrandOberpfalz

Vor Abschied von der Pfarreiengemeinschaft Brand-Nagel noch ungeplante Messe

Nach mehrwöchiger Vertretung kehrt Pater Tony Jose von der Pfarreiengemeinschaft Brand-Nagel in seine Pfarrei St. Konrad nach Weiden zurück. Er nimmt viele positive Erfahrungen mit.

Nach mehrwöchiger Vertretung verabschiedete sich Pater Tony Jose von den Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Brand-Nagel. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitete er gut und freundschaftlich zusammen, auch mit Mesnerin Paula König (rechts). Für den Pfarrgemeinderat sprach ihm Jutta Graf einen großen Dank, verbunden mit Lob für schöne Gottesdienste aus.
von Bertram NoldProfil

Eigentlich sollte Pater Tony Jose am Freitag zum letzten Mal in Brand den Gottesdienst feiern, doch sorgte Corona für eine Verlängerung um einen Tag. Pater Joy Munduplackal, nach einer mehrwöchigen Indienreise noch in Quarantäne, hatte mit einem Wiedereintritt mit dem 5. Juni gerechnet. Er erfuhr jedoch vom Gesundheitsamt, dass das Datum zwar richtig ist, aber nicht die Uhrzeit: Ende 0 Uhr, also erst sechs Stunden später als erwartet. Somit war kein abendlicher Gottesdienst möglich.

So verabschiedete sich Pater Tony am Samstag mit herzlichen Worten am Ende der Vorabendgottesdienste in Brand und Nagel von der Pfarreiengemeinschaft. Er dankte für die freundliche Aufnahme und lud die Gläubigen zu einem Besuch nach Weiden ein. Mit 33 Jahren ist sein Wirken in der katholischen Kirche schon sehr vielfältig. Er gehört zur Vinzentiner-Kongregation und trat im Juni 2003 nach Abschluss der Mittleren Reife in das Priesterseminar in Pala ein. Dort studierte er Philosophie und Theologie. Seinen Master in christlichen Religionswissenschaften hat er an der Madras-Universität in Indien abgeschlossen. Im Januar 2015 wurde er zum Priester geweiht, danach arbeitete er als Lehrer und geistlicher Begleiter in einem Priesterseminar in Kerala. Dass jemand nach nur sechs Monaten in einem Deutschkurs so fehlerfrei spricht, ist beachtlich. Nach diesem arbeitete er ein Jahr als Konrektor und Lehrer an der Vinzentiner-Schule in Kerala. Im Mai 2019 kam Pater Tony nach Deutschland und gehört seit September 2019 zur Pfarrei St. Konrad in Weiden.

Zwei Jahre Vorbereitungsdienst sind nötig, um einer eigenen Pfarrei zugewiesen zu werden. Noch ein Jahr in Weiden also, dann wird es so weit sein. Für Deutschland hat Pater Tony ein dickes Lob. Alles sei gut geregelt, die Leute seien freundlich, pro Tag habe er in Weiden zwei Einladungen. Dann kommt auch noch ein Extra-Lob für Bayern, das er als besonders freundlich einstuft. Nie hätte er gedacht, dass so viele Leute den Gottesdienst hier besuchen. In Indien gelten Deutschland und andere europäische Länder als nicht sehr christlich. Umso mehr habe ihn der Kirchenbesuch in Brand und Nagel überrascht, die er als "sehr lebendige Pfarreien" bezeichnet. In Indien halte er Gottesdienste nicht nach dem römischen Ritus wie hier in Deutschland. Die Gottesdienste hier seien zwar kürzer, aber sehr intensiv. Hier sei jeder dabei.

Eines werden die Brander vermissen: Ohne den Wunsch für einen schönen Abend, einen schönen Sonntag oder ein schönes Wochenende beendete Pater Tony keinen Gottesdienst. Die freundliche Antwort der Kirchenbesucher folgte, am Ende des letzten Gottesdienstes begleitet von kräftigem Applaus.

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