(soj) Verbandsvorsitzender Peter König ging in einer öffentlichen Verbandsversammlung im Sitzungssaal der Stadt Waldershof in seiner Laudatio auf das 34-jährige Wirken von Helmut Graf ein. Nach so langer Tätigkeit spreche man gern von einem Urgestein. "In deinem Fall hinkt der Vergleich, denn deine Arbeitsweise und dein Umgang gleichen in keinster Weise einem Gestein. Ein Stein ist hart, kalt und kann auch bei einem Missbrauch richtig wehtun. Alle diese Eigenschaften passen nicht auf dich. Deine Stärken sind völlig gegenteilig gelagert. Du hast in deiner langjährigen Dienstzeit mit Herzblut gearbeitet. Du hast den Verband mit Weitblick geleitet und für einen guten Geist innerhalb der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesorgt", sagte der Bürgermeister aus Neusorg.
Engagement und Wärme
Und weiter: "Menschlichkeit und Wärme, Charakterstärke und hohe Einsatzbereitschaft waren und sind die Grundlagen deines Handelns und deiner Entscheidungen gewesen", betonte Verbandsvorsitzender Peter König. Er sprach auch stellvertretend für seine Vorgänger den Dank der Kollegen, des Werkausschusses und der Verbandsversammlung aus. Der Zweckverband verliere durch den Ruhestand von Helmut Graf einen kompetenten und fürsorglichen Geschäftsführer. König überreichte im Namen des Zweckverbandes an den künftigen Ruheständler symbolisch eine Gartengarnitur, die im Frühjahr in Originalgröße nachgeliefert wird. Ehefrau Jutta Graf bekam Blumen überreicht. Auch die Mitarbeiter des Zweckverbandes überreichten ein Geschenk an ihren ehemaligen Chef. Helmut Graf bleibt dem Wasserzweckverband in einer geringfügigen Teilzeitbeschäftigung weiterhin erhalten. "Auf deine Erfahrung kann man einfach nicht von heute auf morgen verzichten", meinte abschließend Peter König.
Die Verbandsräte verabschiedeten Helmut Graf mit einem kräftigen Applaus. Stellvertretend überbrachte der seit Jahrzehnten als Verbandsrat tätige Karl-Heinz Glaser aus Fichtelberg dem scheidenden Geschäftsführer die besten Glückwünsche für den Ruhestand. Sein Dank galt aber auch dem Verbandsvorsitzenden Peter König, der den Zweckverband nun schon bald sechs Jahre als Vorsitzender hervorragend leite.
Sichtlich gerührt bedankte sich der scheidende Geschäftsführer für die vielen Glückwünsche. "Ich bin kein Mann von großen Worten. Für mich war die Arbeit immer die Pflicht, das Lebenswerk von Karl Söllner, der den Zweckverband gegründet hatte, zu verwalten." Er dankte auch dem Werksausschuss und der Verbandsversammlung für die hervorragende Zusammenarbeit und appellierte an die Verbandsräte, auch künftig über die Kirchturmspitzen hinwegzusehen und auf allen Ebenen gemeinsam zusammenzuarbeiten. Als neuer Geschäftsführer wurde Thomas Prechtl vorgestellt, der in die Fußstapfen von Helmut Graf tritt und künftig den Wasserzweckverband Oberes Fichtelnaabtal leiten wird.
Dank an Wolfgang Sticht
Verabschiedet wurde auch der ehemalige Wasserwart Wolfgang Sticht. Der hatte bereits seinen Dienst 2010 offiziell beendet. Seit dieser Zeit war er aber als geringfügig Beschäftigter weiterhin für den Wasserzweckverband tätig. Peter König bezeichnete ihn als "Mann der Reserve", der bei personellen Engpässen mit Rat und Tat ausgeholfen habe. Der Verbandsvorsitzende überreichte als kleinen Dank einen Geschenkgutschein.
Bereits vor der Verabschiedung hatte die Verbandsversammlung über die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2020 beraten. Der neue Geschäftsführer Thomas Prechtl hatte das umfangreiche Zahlenwerk vorgestellt. Danach schließt der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 886 750 Euro. Der Vermögenshaushalt schließt mit 413 900 Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sind in 2020 nicht vorgesehen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben wird auf 25 000 Euro festgesetzt.
Der Haushaltsplan wurde mit allen Bestandteilen in der vorgelegten Form einstimmig beschlossen. Für den ausgeschiedenen Verbandsrat Gert Roderer wurde vom Verbandsmitglied Fichtelberg als Nachfolger Hans-Georg Braun benannt. Ihn wird Michael Schwalm vertreten. Beide Personalentscheidungen wurden einstimmig angenommen.













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