(ld) Der Gemeinderat hat es nicht leicht. Die Straßenausbausatzung abgeschafft, die Erschließungssatzung nicht, und deren Anwendung ist für Betroffene folgenschwer: 90/10! Bedeutet, dass 90 Prozent der Anlieger zu tragen hat. Und nun geht es um den Lohweg. Seit Jahren ein heißes Eisen, das der Gemeinderat nun anpacken will. Erst einmal aber schickte der seinen Bauausschuss in die Bernlohe, um sich einfach einmal ein grundlegendes Bild zu machen.
Da ging es noch gar nicht um den Status der Straße: Erschließung oder Ausbau. Davon ist man noch meilenweit entfernt. Aber sie machen ihre Arbeit gründlich und vor allem verantwortlich, die Vertreter der Gemeinde, die irgendwann einmal die Hand heben müssen für eine Entscheidung. Das soll dann möglichst so geschehen, dass ein gutes Ergebnis gefunden wurde, mit dem alle – Anlieger und Entscheider – gut leben können und das für alle verträglich ist. Da bedarf es natürlich auch des Rates der Fachleute.
Zwei Ingenieure vom Ingenieurbüro für Tiefbau Götz aus Neusorg hatte Bürgermeister Ludwig König (CSU) eingeladen und natürlich kann der Bau- und Umweltausschuss auf das Insiderwissen von Bauamtsleiter Achim Scherm nicht verzichten; stets engagiert und kreativ. Auch bei diesem Ortstermin hat er mit seinem Vorschlag den entscheidenden Schlusspunkt gesetzt.
Viele Probleme ranken sich um den Lohweg. Da ist er zur Hälfte geteert, auf schlechten Untergrund allerdings. Der Rest gar nicht. Ein Plan zur Ortsabrundung wurde vom Landratsamt schon vor Jahren gefordert. Das wurde gemacht und das Gebiet ist nun auch bebaut. Weiter geht nichts mehr! Die Frage, ob man die Genehmigungen für den östlichen Teil bei diesem Zustand hätte erteilen dürfen, steht im Raum. Die Antwort – wie auch immer – hilft niemandem weiter. Ab jetzt heißt es, „Nägel mit Köpfen“ zu machen und gegebenenfalls Versäumtes wiedergutzumachen.
Oberflächenwasser ist auch ein großes Problem. Der Kanal Richtung Westen ist ohnehin überlastet, nach Osten hin ist man weit von einer Einleitungsmöglichkeit entfernt und die Häuser einiger Anlieger auf der Südseite stehen so tief, dass gepumpt werden müsste. Von einem Regenrückhalteteich am östlichen Ende war seitens der Neusorger Baufachleute, Harald Götz und xxxx Lenk, die Rede. Doch wohin dann mit dem Wasser, wenn der Überlauf erreicht ist? Dann bestehen an einigen Stellen unklare Grundstücksverhältnisse. Das Grundstück eines Anliegers reicht weit in die Straße hinein, ein anderer hat ein Gebäude direkt auf der Grundstücksgrenze errichtet. Einen Plan aus dem Jahr 2011 hatten die Baufachleute aus Neusorg dabei. Damals hatte das Büro Fröhlich den Auftrag, eine Art Lageplan zu erstellen. Der wurde gefertigt und das war`s!
Dieser Plan soll nun aber als Grundlage für die weitere Arbeit dienen. Bauamtsleiter Achim Scherm brachte den Vorschlag, der für das Aufatmen aller Anwesenden sorgte. Um wenigstens einmal eine Grundlage zu haben, soll das Büro Götz aus Neusorg bis zur Leistungsphase 2 der Honorarordnung für Architekten (HAOI)– also Vorplanung – eine solche erstellen. Dann habe man einmal erste Zahlen und diejenigen, die entscheiden müssen, haben eine Vorstellung von Umfang und Kosten. Auf dieser Basis kann der Gemeinderat dann nach Möglichkeiten für eine verträgliche Finanzierung suchen. Alle Bauausschussmitglieder zufrieden! Einstimmiger Beschluss, dies so dem Gemeinderat vorzuschlagen.









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