In einem kleinen aber feinen Rahmen feierten die Gläubigen der Pfarrei Herz Jesu ihr Patrozinium zum 80jährigen Bestehen ihrer Pfarrkirche. Als die ersten Kirchenbesucher eintrafen, war der Kirchplatz bereits festlich eingedeckt. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats hatten Stehtische mit Hussen aufgestellt und liebevoll mit Blumengestecken versehen. Einige Brander Vereine sammelten sich am Pfarrheim und pünktlich setzte sich der Zug zur Kirche unter den Klängen der Fichtelgebirgskapelle Ebnath unter der Leitung von Johannes Prechtl in Bewegung. Feierliches Orgelspiel empfing den Kirchenzug mit Pater Joy und den Ministranten, Gemeindereferentin Gabriele Sieder und den Vereinsabordnungen in der Kirche. Ein großer Dank sollte am Beginn des Gottesdienstes stehen, sagte Pater Joy eingangs. Dank den Brandern, die in schwieriger Zeit trotz des drohenden Krieges ihren Wunsch nach einer größeren Kirche in die Tat umsetzten, die ihre letzten Pfennige zusammenrafften und sogar Schulden machten, um etwas beitragen zu können. "Ein wunderbares Zeugnis des Glaubens mitten im Dorf", fasste er zusammen. Große körperliche Mühen seien notwendig gewesen, um die nötigen Eigenleistungen erbringen zu können. Mit Gottes Hilfe sei das Werk gelungen. Da konnte als Eingangslied nur folgen "Nun danket alle Gott", begleitet von der Blaskapelle und Orgel gemeinsam. Auch in den Fürbitten wurden alle mit ins Gebet eingeschlossen, die Anteil am Bau der Kirche haben, auch dass die Kirche als Ort der Zuflucht und der Geborgenheit erhalten bleibt und auch dafür, dass die Kirche stets Antworten finde auf die Fragen in den Herausforderungen dieser schwierigen Zeit. In seiner Predigt stellte Pater Joy die Frage nach der Bedeutung einer Kirche für die Gläubigen. Vieles vermisse man erst dann, wenn es unwiederbringlich verloren sei wie eine kleine Dorfschule oder einen Laden, der auch einmal Treffpunkt war. Ein Dorf ohne Kirche sei einfach nicht denkbar, auch jene, die keine sehr intensive Beziehung zu ihr hätten, würden sie vermissen. Freude, Leid und Enttäuschung habe die Kirche erlebt und vielen habe sich hier bei Taufen, Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten ein Fenster zum Himmel geöffnet. Es gelte nun, dafür zu beten, dass die Kirche Herz Jesu in Brand als Lebensmittelpunkt erhalten bleibe. Vor dem Schlusssegen zeigte Bertram Nold als Vertreter des Pfarrgemeinderats eine Computer-Präsentation vom Bau der Kirche und der weiteren Entwicklung, angefangen mit Fotos der ersten Kirche bis hin zu den Priestern, die seit der Fertigstellung der Kirche in Brand tätig waren. Mit einem kräftigen "Großer Gott, wir loben dich", begleitet von Orgel und Blaskapelle und dem Geläut der vier Glocken wurde der Gottesdienst beendet. Den Festakt auf dem Kirchplatz begann die Blaskapelle mit einem Choral, bevor Pfarrgemeinderats-Sprecherin Sabine König die Gäste begrüßte und allen herzlich dankte, die zum Gelingen des Festes etwas beigetragen haben. Kirchenpfleger Alfons Brucker gab einen Überblick über die immer wieder ergänzte und erneuerte Gestaltung der Kirche und des Kirchenraumes. Immer dann, wenn etwas Geld vorhanden war, habe man entsprechende Investitionen vorgenommen, zuletzt die Anschaffung der neuen Orgel. Mit einem Glas Sekt wurde auf den freudigen Anlass angestoßen, um den offiziellen Teil des Festaktes mit dem Singen der Bayernhymne zu beenden.
Brand (VG Neusorg)
10.06.2018 - 16:51 Uhr
Brand feiert den 80 Geburtstag der Pfarrkirche Herz Jesu
von Bertram Nold
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