06.10.2021 - 13:25 Uhr
BrandOberpfalz

Dank auch für Dinge des täglichen Lebens

Der Erntedankaltar in der Kirche in Nagel.
von Bertram NoldProfil

Üppig geschmückte Erntedank-Altäre lenken oft von den großen existenziellen Problemen in der Welt ab, sind aber ebenso wichtige Impulse zum Nachdenken. Liebevoll geschmückte Altäre in Brand und Nagel lassen die Gottesdienstbesucher immer staunen und machen den Reichtum in einem der reichsten Länder der Welt bewusst. „Da sieht man, wie gut es uns geht“, ist ebenso ein vielfach gebrauchter Ausdruck beim Betrachten der Altäre wie „... und in anderen Teilen der Welt haben die Menschen nichts zu essen“. Diese Diskrepanz bestimmte auch die Gottesdienste in Brand und Nagel, in die Kinder mit eingebunden waren. Pastoralreferent Maximilian Pravida lud ein, genau hinzuschauen und hinzuhören, wenn all die Gaben, die bereits den Altar schmückten, und die, die Kinder beim Gabenzug mitbrachten, von Gott und seiner Liebe zu den Menschen erzählen. Die Kartoffel, unscheinbar und doch wichtig, fordere auf, für das Alltägliche dankbar zu sein, formulierte eine Sprecherin, auch für die Menschen, die Eltern, die für das Wohlergehen sorgen. Die Weintrauben mit ihren Beeren symbolisierten den Zusammenhalt, der Kürbis mit bescheidenem Nährwert warne vor dem Ringen um Ruhm und Erfolg; schließlich gehören Blumen zu einem Erntedank-Altar, um die Vielfalt, die Schönheit und den Reichtum des Lebens darzustellen. „Was wäre das Leben ohne das scheinbar Nutzlose?“, fragte Maximilian Pravida. „Was wäre das Leben ohne Spiel, ohne Musik oder Kunst?“ Der Ährenstrauß sei das prägende Symbol für eine gute Ernte überhaupt, schließlich entstehe aus den Ähren Brot, das zu den wichtigsten Nahrungsmitteln und zum Überbegriff von Nahrung überhaupt geworden sei. In den Fürbitten wurden die Gedanken vertieft, im „Vater unser“ erfuhr eine der Bitten besondere Beachtung: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“

In seiner Predigt fasste Pater Joy den Begriff „Ernte“ noch weiter, sprach allgemein von Gaben und schloss Fähigkeit, Anlagen, Können und scheinbar selbstverständliche Dinge wie Arbeit und Gesundheit mit ein. Auch der Dank dafür habe seinen Platz an diesem Fest. Ein Lob für alle, die an den Vorbereitungen und am Gelingen beteiligt waren, hatte Pater Joy am Ende des Gottesdienstes.

Kinder und Eltern gestalteten gemeinsam die Erntedankgottesdienste in Brand und Nagel. Den Gottesdienst hatte das Team Familiengottesdienste mit Pastoralreferent Maximilian Pravida vorbereitet. Rechts der Pfarrer von Brand und Nagel, Pater Joy.
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