Brand (VG Neusorg)
30.01.2020 - 16:01 Uhr

Das Fichtelgebirge fördern

Die Vielfalt einer Region einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft machen: Vielfalt und Chancen verdeutlichen; leidenschaftlicher Einsatz für eine lebens- und liebenswerte Region, voller Saal und spürbare Aufbruchstimmung.

Eine leidenschaftilche und aus Überzeugung arbeitende Kämpferin für die Region: die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge e.V., Sybille Kießling, bei der Jahreshauptversammlung im Mehrzwecksaal in Brand. Bild: ld
Eine leidenschaftilche und aus Überzeugung arbeitende Kämpferin für die Region: die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge e.V., Sybille Kießling, bei der Jahreshauptversammlung im Mehrzwecksaal in Brand.

Das Fichtelgebirge bietet auf vielen Gebieten grenzenlose Möglichkeiten, ist kreativ und zukunftsorientiert. Es gibt viele engagierte Menschen, deren Herz an dieser Region hängt. Sybille Kießling, Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, steht für diese Vision. Wer die Jahreshauptversammlung des Vereins im Mehrzwecksaal in Brand besucht hat, konnte Aufbruchsstimmung spüren.

Den Service an diesem Abend hatten die Mitglieder des Brander Jugendgemeinderates übernommen. Kießling begrüßte neben zahlreichen Mitgliedern auch die "Kommunale Familie", Vertreter der Mitgliedsgemeinden und Landkreise, der Tourismuszentrale, der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge und weiterer Partnerinstitutionen. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: Nämlich die Vorzüge und die Vielfalt des Fichtelgebirges hervorzuheben und einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland nahezubringen.

Der Verein möchte auf diese Weise Urlauber, potenzielle Zuzügler und Vertreter der Wirtschaft von den Chancen überzeugen, welche die Region zu bieten hat. Bürgermeister Ludwig König gab in seinem Grußwort seiner Freude Ausdruck, dass die Gemeinde Gastgeber für die Sommerlounge Fichtelgebirge 2020 sein dürfe und dass man einer so kleinen Gemeinde mit gerademal 1150 Einwohnern einen derart großen Kraftakt zutraue.

Mit Farbdesign Akzeptanz erhöhen

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte die Vorsitzende des Fördervereins verschiedene Projekte und Aktivitäten vor. Mit "Beautiful power", einer Initiative von Farbdesigner Reinhold Geyer, soll versucht werden, die Akzeptanz für Windkraftanlagen durch visuellen Landschaftsschutz mittels gezieltem und an die Umgebung angepassten Farbdesign zu erhöhen. Das Modellprojekt sei bereits seitens des Bundesverkehrsministeriums genehmigt und solle im Fichtelgebirge baldmöglichst umgesetzt werden.

Schüler der Fachschule für Produktdesign in Selb haben sich in einem Semesterprojekt intensiv mit dem Thema befasst und viele Vorschläge erarbeitet, die der Öffentlichkeit bei der Sommerlounge präsentiert werden.

Auch Michael von Hohenberg war in der Versammlung. Von seinem demnächst anlaufenden "Fichtelgebirgskrimi" war ein Trailer zu sehen. Kießling appellierte an die Teilnehmer, sich als "Botschafter der Region" zu engagieren und lud zum Mitmachen bei verschiedensten Projekten ein. Größeren Raum widmete sie dem Begriff "Nachhaltigkeit", der 2019 neben "Innovation" zu einem Hauptthema der Sommerlounge wurde. 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten "SDGs" seien global geschaffen worden. Die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung wurden aufgefordert, daraus die drei aus ihrer Sicht bedeutendsten Entwicklungsziele für das "Nachhaltige Fichtelgebirge 2030" auszuwählen.

Die Vorsitzende stellte das Magazin "Zukunft Fichtelgebirge" vor und bat, es möglichst breit zu verteilen. Sie berichtete von der Neuauflage des Buches "Lebensart genießen - im Fichtelgebirge", das nun auch Teil der Kampagne #FreiraumFürMacher sei. Zudem gab es ein dickes Lob für Brand, wo sich ein Team um Wolfgang Doleschal um die Organisation der Sommerlounge kümmert.

Stellvertretende Vorsitzende Anja Peltzer berichtete über die vergangenen Veranstaltungen "Heimatkunde 4.0" in Bad Alexandersbad, Waldeck, Bad Berneck und im Fichtelgebirgsmuseum. Dabei handelte es sich um organisierte Führungen durch den Ort mit seinen Besonderheiten, um ihn besser kennenzulernen.

Auf einen liebevoll gestalteten Saal mit vorbereiteten Häppchen der Nageler Kräuterfrauen trafen die Mitglieder des Fördervereins und viele Interessenten zur Jahreshauptversammlung in Brand. Bild: ld
Auf einen liebevoll gestalteten Saal mit vorbereiteten Häppchen der Nageler Kräuterfrauen trafen die Mitglieder des Fördervereins und viele Interessenten zur Jahreshauptversammlung in Brand.

2020 sind bislang Veranstaltungen in Brand, Goldkronach und Münchberg in Planung. Nach einem positiven Kassenbericht von Schatzmeisterin Monika Sporrer stellte Cosima Benker, Leiterin des Projektes "Fichtelgebirge - #FreiraumFürMacher", die Aktionen von 2019 vor. In Ihrem Ausblick auf die im laufenden Jahr geplanten Aktivitäten ging sie auch auf die "Mitmachmöglichkeiten" für Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Bürger ein. "Get together" lautete die Aufforderung am Ende der Veranstaltung, die mit dem neuen Image-Film des Fichtelgebirges begonnen hatte, und viele Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, an den Info-Points miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

"Get together"

Veranstaltungen des Fördervereins:

Veranstaltungen des Fördervereins Fichtelgebirge

Am 18. Februar, 18.30 Uhr, findet in der Mehrzweckhalle in Brand eine Infoveranstaltung für Aussteller der Sommerlounge 2020 statt. Am 30. März, 19 Uhr, ist im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel ein Vortrag von Professor Gabi Tröger-Weiß (TU Kaiserslautern) über "Das Fichtelgebirge - Zukunftsperspektiven von Landkreisen und Gemeinden" geplant. Die Veranstaltung Heimatkunde 4.0 ist am 15. Mai und am 6. August (Sommerlounge Fichtelgebirge) in der Gemeinde Brand. Die gleiche Veranstaltung wird am 10. Juli in der Gemeinde Goldkronach terminiert und am 5. September in Münchberg. Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.foerderverein-fichtelgebirge.de.

 
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