06.08.2020 - 10:17 Uhr
BrandOberpfalz

"Fichtelgebirgskrimi" als Auftakt des Ferienprogramms in Brand

Open-Air-Filmabend als Ersatz für die Sommerlounge, Details vom Regisseur vor Beginn, Einschränkungen verhindern richtige Biergarten-Stimmung

Erster Termin des Ferienprogramms in Brand war der Filmabend mit dem "Fichtelgebirgskrimi". Ein kleiner Ersatz für die Sommerlounge.
von Bertram NoldProfil

"Es gibt keine lauen Sommerabende in diesem Jahr", sagte ein Besucher des "Fichtelgebirgskrimis", der in Brand als Open-Air-Veranstaltung in der Grünanlage hinter dem Rathaus gezeigt wurde. Es war die erste des in diesem Jahr nur vierteiligen Ferienprogramms.

Die fehlenden lauen Nächte haben wohl auch diesen Abend beeinflusst: Gute Stimmung - genauer "Biergarten-Stimmung" - war angekündigt. Die gab's auch am Anfang, dann leerten sich die Bänke zunehmend im Laufe des Abends. Es wurde frisch auf dem Platz vor dem Filmtruck. Regisseur Michael von Hohenberg, der zu Beginn näher auf den Film eingegangen war, erwähnte auch die dem Coronavirus zum Opfer gefallene Sommerlounge, die in dieser Woche stattgefunden hätte. Ein kleiner Ersatz sei der "Fichtelgebirgskrimi".

Er ist die Geschichte von der Auflösung von Polizeiwachen, die verhindert werden muss. Die Frage ist nur wie. Wenn halt nicht so viel los ist und die Notwendigkeit einer solchen Behörde nicht gegeben ist, dann muss für Leben gesorgt werden und sei es auf nicht ganz legalem Weg. Das Fichtelgebirge - hier geht es um die Region um den Weißenstädter See - ist nun mal keine Region von Kriminellen, die größere Polizeieinsätze erfordern würde. "Kreativität" ist gefordert. Nicht nur die Beamten, auch die Bewohner möchten ihre Polizei erhalten.

Kleidung verschwinden lassen, mit dem Handy Frauen beim Umziehen filmen: Solche Ideen könnten da schon weiterhelfen und für Einsätze sorgen, zumal die Strafen, sollten die "Täter" erwischt werden, relativ gering sein würden. Und überhaupt: "Die bezahl ma dann gemeinsam!" Es wird härter im Verlauf des Abends. Unter anderem fällt eine Polizeianwärterin einer Rockerbande als Geisel in die Hände.

Der Film ist so angelegt, dass viele Verwicklungen und Verwirrungen das Geschehen bestimmen. Eigentlich wurde der Film als Serie mit vier Teilen mit je 30 Minuten Länge gedreht. Geldgeber und Werbepartner waren nötig, um das 25 000-Euro-Projekt zu verwirklichen. Würze holt sich der Film aus kaum realen, darum humorvoll wirkenden Szenen, verbunden mit oberfränkisch-oberpfälzischen Frotzeleien, für die vor allem Norbert Neugirg in bewährter Manier zuständig ist. Überzeugend ist auch das Ensemble und natürlich hat die bekannte Umgebung ihren Reiz. Großen Anteil hat sicher auch die Filmmusik von Klaus Pfreundner, die den gemütlichen und beruhigenden Charakter des Stücks unterstreicht.

Der gezeigte "Fichtelgebirgskrimi" war die erste von mehreren Staffeln. Eine zweite ist bereits in Arbeit. Dass in diesem Jahr alles unter dem Zeichen von Corona steht, ist schade und zeigte sich auch an diesem Abend. All das Einhalten der Vorschriften, die notwendigen organisatorischen Maßnahmen, Menschen mit Mundschutz, die sich nicht näher kommen dürfen, nehmen derartigen Veranstaltungen einfach den Charme, der einen solchen Abend ausmacht. Gemeinschaft optimal zu erleben, ist auf Abstand einfach nicht möglich. Dennoch hatten die Organisatoren einen guten Riecher und 50 Plätze vorbereitet. Diese waren voll besetzt.

Regisseur Michael von Hohenberg nannte vor Beginn Details zum Film, der eigentlich als vierteilige Serie gedacht war.
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