Brand (VG Neusorg)
03.05.2021 - 12:01 Uhr

"Florianstag" 4. Mai: Gottesdienst in Brand

Dieses Bild am Feuerwehrgerätehaus in Brand hat der Brander Künstler Willi Rubenbauer gemalt. Bild: ld
Dieses Bild am Feuerwehrgerätehaus in Brand hat der Brander Künstler Willi Rubenbauer gemalt.

In vielen Kirchen werden am 4. Mai Gottesdienste zu Ehren des heiligen Florian gefeiert. Er wird in der katholischen Kirche als Märtyrer verehrt, viele Legenden ranken sich um den populären Heiligen. Heute ist Florian ein Schutzheiliger gegen Feuergefahr und Schutzpatron der Feuerwehr. In der Pfarrei Herz Jesu in Brand wird der Florianstag mit einem Gottesdienst um 19 Uhr in der Pfarrkirche begangen, an dem sich auch die "Floriansjünger" der beiden Brander Feuerwehren beteiligen.

Der heilige Florian ist um 250 n. Chr. im heutigen Zeiselmauer in Österreich geboren und um 303 in Lorch in Österreich gestorben. Er war römischer Legionär und wird heute mit Lanze, Harnisch und Wasserkrug dargestellt. Er gilt als Schutzheiliger der Feuerwehrmänner. Fürbitten zu ihm schließen Schutz vor Feuer, Dürre und Hochwasser ein. Es gilt als wahrscheinlich, dass Florian schon als Kind getauft und christlich erzogen wurde. Als junger Mann wurde er Offizier im römischen Heer und machte dort auch Karriere. Er wurde Leiter der Kanzlei des römischen Statthalters im römischen Lauriacum (Lorch bei Enns in Oberösterreich).

Zu Beginn des 4. Jahrhunderts begann jedoch unter Diokletian eine grausame Welle der Christenverfolgung in allen römischen Provinzen. Auch in Lauriacum wurden 40 Gläubige verhaftet und in den Kerker geworfen. Florian, selbst praktizierender Christ, wollte seinen Glaubensgeschwistern helfen und sie befreien. Doch beim Versuch, in den Kerker einzudringen, wurde Florian erwischt und festgenommen. Weil Florian dem christlichen Glauben nicht abgeschworen hat, wurde er grausam gefoltert. Ihm hat man zuletzt noch einen Mühlstein um den Hals gebunden und schließlich in der Enns ertränkt.

In der Legende wird erzählt, dass der tote Florian auf einen Felsen gespült wurde. Ein Adler soll den Körper bewacht haben, damit ihn die Römer nicht schänden konnten. Schließlich soll eine Witwe namens Valeria den Leichnam des Märtyrers geborgen und auf ihrem Gut bestattet haben.

Im 8. Jahrhundert bauten die Bischöfe von Passau über dem Grab eine Kirche und ein Chorherrenstift: die Abtei St. Florian in der Nähe von Linz. Eine Tafel in der Krypta der Stiftskirche beschreibt, dass die Gebeine des Heiligen im 13. Jahrhundert gefunden worden seien. Tatsächlich wurden bei Grabungen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg Gebeine von 40 weiteren Märtyrern gefunden. Es sollen jene gewesen sein, für die Florian sein Leben geopfert hat.

Das Patronat Florians als Schutzheiliger gegen Feuergefahr ist noch gar nicht so alt: Erst im 15. Jahrhundert wurde er zum Schutzheiligen gegen das Feuer, wahrscheinlich weil er im Wasser getötet wurde und mit Wasser Feuer gelöscht wird. Florian wird auch immer mit einem Wasserkrug oder einem Eimer dargestellt, es gibt auch Darstellungen des Heiligen mit Mühlrad und Adler. Weitere Attribute sind eine Lanze und ein Harnisch. Florian ist ein beliebter Bauernheiliger, der in der Volksfrömmigkeit, in Tradition und bei Bräuchen bis heute eine wichtige Rolle spielt.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.