Der Ausbau gleich dreier Straßen stand auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Die Zeit ist günstig, es gibt Zuschüsse für den Straßenbau. Die Gemeinde schlägt voll zu. Brand hat 2018 Stabilitätshilfe erhalten und kommt somit in den Genuss von 80 bis 90 Prozent Förderung.
Die Angelegenheit eilte, weil die Unterlagen am 1. September der Regierung vorliegen müssen. Harald Götz vom Ingenieurbüro aus Pullenreuth stellte die Planungen vor. Die Durchführungsbeschlüsse erfolgten anschließend einstimmig. Ausbau Nageler Straße
Die Nageler Straße wird auf der vollen Länge von 1192 Metern ausgebaut, und ihr Aussehen wird sich einschneidend verändern. Die Idylle mit der im Rahmen der Dorferneuerung gepflanzten Baumreihe auf der Westseite wird nach dem Ausbau durch Leitplanken gestört sein. "Nicht zu vermeiden", hieß es immer wieder bei der Sitzung. Vor allem Wolfgang Doleschal (CSU) glaubte nicht an eine Möglichkeit, das zu verhindern. Natürlich bleiben Zufahrten und Einzelobjekte wie große Bäume offen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung als Alternative sei nicht verhandelbar, so war zu hören. "Man kann eine Straße nicht einfach beschränken." Götz nannte alle Maße und sprach auch die anstehende Kanaluntersuchung an.
Selbstverständlich muss heute alles umweltverträglich sein, weshalb der Abraum auf Halde gelegt und untersucht werden muss. 1,379 Millionen Euro hatte Götz für den Ausbau errechnet. Darin enthalten sind 147 000 Euro Baunebenkosten und 5000 Euro für den Naturschutz. Ausbau Kreuzweg
Auch der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße "Kreuzweg" wird so, wie vorgestellt, erfolgen. Im Juni wurde die Straße überprüft und der Ausbau für sinnvoll erklärt. Schutzplanken sind hier nicht nötig, da die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer beschränkt ist, doch die Gemeinde Nagel muss sich an dem Ausbau beteiligen, weil ein Teil der Straße auf ihrem Gebiet liegt. Die Vereinbarung wurde bereits abgesegnet. Der Ausbau beginnt an der Einmündung des Schneebergwegs. 594 000 Euro kostet der Teil auf Brander Gebiet und 119 000 im Nageler Bereich. Baunebenkosten und die Beiträge für den Naturschutz sind darin enthalten. Ausbau Gregnitzweg
Auch der Ausbau des Gregnitzwegs erschien bei der Untersuchung im Juni ratsam. Hier stehen allerdings noch viele Arbeiten bezüglich Kanal an, wobei Klarheit über notwendige Baumaßnahmen durch Kamerabefahrung ermittelt werden muss. Bei einer Diskussion wurde auch allgemein über eine Trennung des Abwassers in Schmutzwasser und Regenwasser gesprochen, was hohe Kosten für jeden Hausbesitzer bedeuten würde.
Die Gesetzeslage gebe das schon her, hieß es. Die konsequente Umsetzung würde jedoch bedeuten, dass innerhalb von drei Jahren "ganz Bayern umgegraben wird." 780 000 Euro Baukosten wurden genannt, 5000 Euro Naturschutz inklusive. Damit ist man für den Ausbau der drei Straßen bei 2,7 Millionen Euro angelangt. Auf die Anlieger kommen keine Kosten zu. Wolfgang Doleschal regte an, bei Herstellung von Gitterrasen künftig statt Beton Kunststoff zu verwenden. Das sei günstiger für das Grün, weil mehr Wasser versickern kann.
Der Gemeinderat beschloss auch die Durchführung der Kanal-TV-Befahrungen inklusive Reinigung für das Restprogramm im Gemeindebereich. 96 000 Euro müssen dafür aufgewendet werden.













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