Brand (VG Neusorg)
29.12.2019 - 13:36 Uhr

Großes Interesse am Brander Leuchtturm-Projekt

Mit dem Tag der offenen Tür im Schlachthaus erfüllte die Gemeinde einen Wunsch aus der Bürgerversammlung. Obwohl die Aktion an einem Werktag über die Bühne ging, war das Haus voll.

Großes Interesse beim Tag der offenen Tür im Schlachthaus. Handwerker und Besucher standen in dem 80 Quadratmeter großen Raum zusammen und lauschten gespannt den Ausführungen des Architekten Peter Haimerl , der für den Brander Gemeinderat ein dickes Lob hatte. Bild: ld
Großes Interesse beim Tag der offenen Tür im Schlachthaus. Handwerker und Besucher standen in dem 80 Quadratmeter großen Raum zusammen und lauschten gespannt den Ausführungen des Architekten Peter Haimerl , der für den Brander Gemeinderat ein dickes Lob hatte.

Bauleiter Karl Landgraf und Ingenieur Jürgen Dahmen, der für die Planung der Heizung zuständig ist, waren ebenso gekommen wie am Bau tätige Handwerker. Draußen hatte die Gemeinde Feuerschalen platziert, die für eine ungewöhnliche Atmosphäre an der Baustelle sorgten.

Professor zollt Respekt

Architekt Peter Haimerl, mittlerweile auch Professor an der Kunsthochschule in Linz, zollte den Gemeinderäten großen Respekt. Wie die Gemeinde mit der Thematik "Städtebauförderung" umgehe, sei nicht selbstverständlich. Es sei schon entscheidend, wie man in einem Ort aufgenommen werde oder wie ein Ort mit sich selber umgehe.

Das Schlachthaus bezeichnete Haimerl als "winzigen Punkt", der aber eben auch ein Hotspot und emotionaler Ausgangspunkt für das, was noch geschehen solle, sei. Er nannte das Anwesen am unteren Ende der Fichtelberger Straße, wo Wohnungen entstehen sollen, den "Goldenen Hirschen", der mittlerweile im Besitz der Gemeinde sei und er streifte auch das Thema "Freibad". Im kommenden Frühjahr solle das Schlachthaus eröffnet werden und schon jetzt könne man sehen, worum es eigentlich gehe. Diese Art von Schlachthäusern gebe es aus hygienischen Gründen nicht mehr. Es solle aber wieder Leben in das Gebäude einkehren.

Wichtig sei, nicht alles zuzutünchen und neu zu machen. "Wenn alles neu ist, dann ist Brand ja auch nichts Besonderes mehr. Aus der Vergangenheit schöpft sich Identität und Zukunft." Darum werde an dem Haus möglichst viel erhalten, darunter die Fliesen und die Seilwinde: Gegenstände, an denen man immer erkennen könne, wie es früher ausgesehen habe.

Das Schlachthaus solle ein leuchtendes Symbol werden, und hier könne viel geschehen. Ein Café sei denkbar, das an mehreren Tagen geöffnet habe, eine Küche sei da. Ein temporärer Lebensmittelverkauf könne entstehen und für die beiden Mitarbeiterinnen werde ein Büro eingerichtet, in dem sie partiell anwesend seien. Selbstverständlich gebe es dann Auskunft über alle Entwicklungen im Rahmen der Städtebauförderung.

Nach Fertigstellung werde unter dem Haus wieder ein Loch sein und an den ehemaligen Dorfweiher erinnern. Dazu seien bereits über 30 Pfähle in den Boden gebohrt worden, die dann freigelegt würden. Auf diese Weise werde auch der Dorfweiher "wiederbelebt". Näheres erläuterte Haimerls Mitarbeiterin und Architektin Judith Kinzl. Sie ging auf den lehmigen Untergrund ein, der Risse im Haus zur Folge hatte. An den vielen Einzelheiten sehe man nun schon, wohin es einmal gehen soll. "Man spürt es schon richtig." Nach Fertigstellung werde über der Tür in Leuchtschrift "Schlachthaus" stehen. Man könne dann durch die große Tür in den Garten schauen, bei gutem Wetter vielleicht sogar hinausgehen und den Kaffee draußen trinken.

Auch Heimat für Chöre

"Auch die beiden Brander Chöre werden hier ihre neue Heimat finden", verriet Kinzl. Der Dank der Architektin galt am Ende den Handwerkern für deren großartige Leistung und vor allem für deren "große Geduld".

Die meisten Besucher hielten sich lange im oder vor dem Haus auf. Der Jugendgemeinderat versorgte die Gäste mit Punsch und Glühwein. Für kurze Zeit war das Schlachthaus damit bereits das, was es einmal sein soll: ein Treffpunkt für die Bürger.

Der Topf war leer am Ende. Jugendgemeinderat und Junge Union hatten der Ausschank übernommen. Bild: ld
Der Topf war leer am Ende. Jugendgemeinderat und Junge Union hatten der Ausschank übernommen.
 
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