Brand (VG Neusorg)
25.07.2018 - 16:20 Uhr

Hörbar, sichtbar, außergewöhnlich

Von Musik, Böllerschüssen und Feuerschau wurde der Spatenstich für das "schwebende" Schlachthaus am Montag gefeiert. Großes Interesse erweckt das Projekt in der Brander Bevölkerung.

Gewaltige Böllerschüsse begleiteten den Spatenstich für das "schwebende Schlachthaus". Die Auftakt stieß auf großes Interesse der Bevölkerung. ld
Gewaltige Böllerschüsse begleiteten den Spatenstich für das "schwebende Schlachthaus". Die Auftakt stieß auf großes Interesse der Bevölkerung.

(ld) Wenn das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung so gut läuft wie der Spatenstich zum Schlachthaus am vergangenen Montag, dann kann sich die Gemeinde auf eine gute Zukunft einstellen. Es war ein wunderbarer, weit hörbarer und sichtbarer Einstieg in eine längere Bauphase. Ein heftiger Regenguss am Nachmittag hatte den Abend nicht zunichte gemacht. Lange vor dem offiziellen Beginn hatten die Brander, trotz eines gewöhnlichen Werktags, jeden nur verfügbaren Platz besetzt.

Bei einem kühlen Bier und ein Paar Knackwürsten machten es sich die Brander gemütlich und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Die „Ponander-Boum“ aus Nagel trafen ein und machten genau die richtige Stimmung für einen solchen Abend. Die Freude über einen „schönen Tag“, der bereits am Mittag mit Fernsehaufnahmen und Interviews begonnen hatte, prägte dann auch die Begrüßungsworte von Bürgermeister Ludwig König. Diese Freude betraf vor allem das Interesse der Brander Bürger, das sie durch den grandiosen Besuch zum Austrug brachten, auch die Tatsache, dass er den Architekten Peter Haimerl und seine Mitarbeiterinnen Judith Kinzl und Anna Firak begrüßen konnte. Sein Dank galt auch dem Männergesangverein `Max Reger`, der das Fest mit organisiert und die Verpflegung mit Essen und Getränken übernommen hatte. König erinnerte an frühere Zeiten, als der Männerchor in diesem Garten neben dem Schlachthaus fröhliche und lange Feste feiern konnte.

Peter Haimerl selbst stellte das Projekt vor, ließ die Besucher in ausführlichen Worten wissen, worum es ihm geht und das tat er wie immer absolut glaubhaft. Hier geht es um den ländlichen Raum, um Verbindung von Kunst, Kultur und Architektur. Brand muss seine Reserven entdecken und er wird dies mit guten Ideen und großem Engagement fördern. Das Dorf muss noch attraktiver werden, es muss junge Menschen anziehen, die Brand als ihre neue Heimat entdecken. Firmen müssen darauf aufmerksam werden und sich hier ansiedeln. Brand habe nicht nur das Schlachthaus, dessen Spatenstich nun bevorstehe. Es gebe auch „ein wunderschönes Bad“, klar gezeichnet in wunderbarer Umgebung.

Einmal mehr kam Haimerl ins Schwärmen für die Möglichkeiten, die die Gemeinde und die Region bietet. Breites zustimmendes Kopfnicken in den Reihen, Kritiker und Gegner wird es immer geben. Auch dessen ist sich Haimerl bewusst und spricht aus reicher Erfahrung. Bauleiter Achim Scherm erläuterte noch das Antragsverfahren, dann bestimmten 13 Männer in Lederhosen und Janker und eine Frau im Dirndl bestimmten das Bild, unter dem Arm eine eher globige „Waffe“, gar nicht für einen Kampf geeignet, wohl aber für einen mächtigen, eindrucksvollen und vor allem weit hörbaren Gruß, bedacht mit dankbarem Applaus durch die Zuhörer. Mit drei Salut-Reihen setzten die Böllerschützen aus Nagel und Wunsiedel einen donnernden Startschuss für den Beginn eines großen Projekts und den Auftakt für den Spatenstich. Der erfolgte ohne Helm und nicht mit neuen, glänzenden Spaten, unkonventionell eben wie das Projekt selbst; „schwebendes Schlachthaus“, das in naher Zukunft auf Betonpfeilern steht und sich so diesen Namen verdient hat. Wer wollte, konnte das Schlachthaus besichtigen und viele Interessenten fanden sich im „Goberhaus“ ein, ein oberpfälzer Bauschau-Haus im Eigentum der Familie Drehobel, dessen Sanierung bereits begonnen hat.

Mit einer Feuerschau "Esh Haleyla" aus dem Raum Erlangen endete der Abend bei Einbruch der Dunkelheit. Kurze und lange brennende Stäbe, im Rhythmus fetziger Musik geschwungen, Feuerfächer, Feuerjonglagen mit Fackeln, schwingende Feuerseile, Feuerschlucker und Feuerspucker zogen die Besucher in ihren Bann und lösten immer wieder Bewunderung aus, die mit kräftigem Applaus und „Bravo“-Rufen zum Ausdruck gebracht wurde. Am Ende dankte der Vorsitzende des Männergesangvereins, Franz Kilchert, den Besuchern und allen Mitwirkenden. Wieder einmal zurück an seinem Ursprung hatte der Männerchor ein besonderes Sommerfest erlebt.



Den zahlreichen Besuchern erläuterte Architekt Peter Haimerl zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen Anna Firak (links) und Judith Kinzl seine Vision von einem wiederbelebten Dorf. ld
Den zahlreichen Besuchern erläuterte Architekt Peter Haimerl zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen Anna Firak (links) und Judith Kinzl seine Vision von einem wiederbelebten Dorf.
Christian Drehobel freut sich, Bauamtsleiter Achim Scherm beobachtet mit sachkundigem Blick, Pater Joy wundert sich, was es in Deutschland doch alles gibt, Bürgermeister Ludwig König arbeitet und Architekt Peter Haimerl passt auf, ob er es auch richtig macht. Ingenieur Jürgen Dahmen denkt schon einmal über die Heizung und Feuchtigkeit nach, Judith Kinzl bestätigt das alles mit wohlwollendem Blick und Anna Firak schaut vorerst noch zu. Sie ist noch eine Zeitlang in Mutterschutz. Damit auch andere davon erfahren, dreht ein Team des Bayerischen Fernsehens einen Beitrag für "Unter unserem Himmel". ld
Christian Drehobel freut sich, Bauamtsleiter Achim Scherm beobachtet mit sachkundigem Blick, Pater Joy wundert sich, was es in Deutschland doch alles gibt, Bürgermeister Ludwig König arbeitet und Architekt Peter Haimerl passt auf, ob er es auch richtig macht. Ingenieur Jürgen Dahmen denkt schon einmal über die Heizung und Feuchtigkeit nach, Judith Kinzl bestätigt das alles mit wohlwollendem Blick und Anna Firak schaut vorerst noch zu. Sie ist noch eine Zeitlang in Mutterschutz. Damit auch andere davon erfahren, dreht ein Team des Bayerischen Fernsehens einen Beitrag für "Unter unserem Himmel".
Die Böllerschützen aus Nagel und Wunsiedel setzten einen donnernden Startschuss ld
Die Böllerschützen aus Nagel und Wunsiedel setzten einen donnernden Startschuss
Feuer und Flamme für das Projekt: Tolle Feuerschau mit Esh Haleyla zum Abschluss ld
Feuer und Flamme für das Projekt: Tolle Feuerschau mit Esh Haleyla zum Abschluss
 
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