In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Tirschenreuth, KEB, initiierte der Missionskreis die Aktionen „Sammeln von Heilkräutern“ und „Binden von Kräutersträußen“. Damit ließ sich der Missionsausschuss auch in diesem schwierigen Corona-Jahr, die langjährige Tradition fortlaufen. Die Einführung und Anleitung übernahm jeweils Erika Doleschal. Von den gesammelten Kräutern, Blumen und Getreidesorten wurden 76 Kräuterbüschel und 16 Kräuterkränze liebevoll von den anwesenden Damen gebunden und dem Missionskreis für die Kräuterbüschelverkaufsaktion August zur Verfügung gestellt. Uralt ist der christliche Brauch, einen Strauß von heilkräftigen Pflanzen, bunten Blumen und Getreidesorten zu binden und am Feiertag Mariä Himmelfahrt weihen zu lassen. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, nicht nur weil die Pflanzen im Hochsommer die stärkste Heilkraft haben, sondern auch, weil ein Zusammenhang mit dem Marienfest besteht: So berichtet die Legende, dass Apostel das Grab der Mutter Gottes öffneten und statt des Leichnams duftende Kräuter und Blumen vorfanden. Durch die Rückbesinnung des Menschen auf die Verantwortung für die Schöpfung hat dieser alte Brauch einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Mindestens sieben Heilkräuter müssen dem Volksglauben nach in den Buschen gebunden werden. Nicht fehlen sollten Johanniskraut, Schafgarbe, Heidekraut, Rainfarn, Beifuß und Salbei. Pater Joy Munduplackal segnete die Kräuterbüschel und Kränze, die reißenden Absatz fanden. Daheim werden die Kräuterbüschel und Kränze zum Trocknen aufgehängt als Dank für Gottes Schöpfung zum Schutz für Haus und Hof. Die Kräuterbüschel-Aktion bedeutet auch eine große Hilfe für die vielen Aufgaben der Mission in allen Teilen der Welt. 619 Euro wurden heuer am Ende gezählt.
Brand (VG Neusorg)
20.08.2020 - 15:08 Uhr
Kräuterbüschel und Kräuterkränze für die Armen der Welt
von Bertram Nold
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