05.10.2020 - 12:25 Uhr
BrandOberpfalz

Ludwig König ist Altbürgermeister

Festsitzung in Brand mit musikalischer Umrahmung im Mehrzwecksaal: Der frühere Rathauschef bekommt einen Ehrentitel und sein Nachfolger eine neue Amtskette.

Zum Altbürgermeister wurde Ludwig König (links) von seinem Nachfolger Bernhard Schindler ernannt. In einer Festsitzung überreichte der amtierende Bürgermeister die Urkunde und erhielt ein besonderes Geschenk.
von Bertram NoldProfil

Die Eröffnung des Schlachthauses wird nun ein klein wenig feierlicher. Der Tatsache, dass Ludwig König der Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen wurde, verdankt die Gemeinde eine neue Amtskette, die Bürgermeister Bernhard Schindler bei der Eröffnung sicher tragen wird. Ludwig König überreichte sie ihm bei als Abschiedsgeschenk in der Festsitzung im Mehrzwecksaal. Es zähle zu den ehrenvollen Aufgaben eines Bürgermeisters, den Titel des Altbürgermeisters verleihen zu dürfen, sagte Bernhard Schindler zu Beginn des Abends. Er freue sich sehr, dass der Gemeinderat im Juli einstimmig die Verleihung des Titels beschlossen hat.

Mit dieser Ehrenbezeichnung können Personen ausgezeichnet werden, die eine außergewöhnlich lange Zeit das Amt des Bürgermeisters innehatten oder sich in ihrem Amt in besonderer Weise um die Gemeinde verdient gemacht haben, erklärte Schindler.

Bei Ludwig König treffe das in mehreren Fällen zu. Ausführlich schilderte der Bürgermeister den Werdegang des neuen Altbürgermeister: von 1978 bis 2002 lückenlos im Gemeinderat und während dieser Zeit in vielen Ausschüssen tätig. Von 2002 bis 2008 pausierte Ludwig König, um seine Mutter pflegen zu können. 2008 kandidierte er dann als Bürgermeister und wurde ins Amt gewählt. Zwölf Jahre lang lenkte er dann die Geschicke der Gemeinde. Gleichzeitig war König 2008 bis 2014 stellvertretender Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft und von 2014 bis April 2020 Vorsitzender. Es seien insgesamt 36 Jahre Kommunalpolitik mit außergewöhnlichem Engagement gewesen, führte Schindler aus. Diese Jahre seien geprägt gewesen von hoher Arbeitsdisziplin und der kollegialen Art, mit der Ludwig König immer zu einer harmonischen Stimmung in seinem Wirkungskreis beigetragen hat. Als er, Schindler, im Mai sein Amt antrat, habe er alle Unterlagen fein säuberlich einsortiert - Ordner mit neuen Rückenschildern – vorgefunden. Dafür dankte Bernhard Schindler herzlich. Er zählte einige Großprojekte auf, die unter Königs Federführung umgesetzt wurden: Oberflächenentwässerung Fuhrmannsreuth, Straßenerneuerung Kösseineweg- Pfarrweg-Kirchsteig, Straßenerneuerung Sonnenstraße, Kindergartenanbau, Leichenhaussanierung, Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, Erwerb des Sportplatzgeländes, „schwebendes Schlachthaus“.

Der Bauhof wurde auf einen modernen, technischen Stand gebracht. König unterstützte auch die Aufstockung des Bauhof-Personals, was bei Selbstabwicklung von Baumaßnahmen zur Kostenersparnis beiträgt. „Als Finanzbuchhalter in seiner beruflichen Laufbahn sei es dir immer sehr wichtig, sparsam zu wirtschaften, was du auch als Bürgermeister fortgesetzt hast und was für uns ein bleibendes Vorbild sein sollte.“ Schindler vergaß auch nicht die Unterstützung der Flüchtlinge, die in Brand untergebracht waren. Das sei für Ludwig König neben dem Bürgermeister-Amt selbst auferlegte Pflichtaufgabe gewesen. Bürgermeister Bernhard Schindler schloss mit den besten Wünschen, in die auch die Freude an Königs Hobbys - Wandern, Radfahren Garteln - mit einflossen. Nach der Aushändigung der Ernennungs-Urkunde ergriff Ludwig König das Wort. Freude und Dankbarkeit verspüre er in diesem Augenblick am meisten.

Freude über die Verleihung des Titels „Altbürgermeister der Gemeinde Brand“ und Dankbarkeit für die immer respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit, bei der es stets um die Sache „Zukunft und Wohl der Gemeinde Brand” gegangen sei. Er lobte die Unterstützung durch Zweiten Bürgermeister Christian Drehobel und die 18 verschiedenen Gemeinderäte, die dem Gremium angehörten. Die Leistungen erreiche man nicht als Einzelkämpfer, sondern nur durch die gute

Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Verwaltung. All die von seinem Nachfolger aufgelisteten Projekte seien nicht nur sein Verdienst, sondern das Ergebnis guter

Zusammenarbeit der Gemeinderäte und aller Bürger. König stellte auch die Arbeit der Vereine heraus sowie die gewährten Stabilisierungshilfen des Freistaats, die Städtebauförderung

durch die Regierung der Oberpfalz und die erbrachten Steuerleistungen. Nicht alles sei einfach gewesen, am Ende würden die positiven Erinnerungen überwiegen. Er sei dankbar, dass er die abwechslungsreiche Tätigkeit des Bürgermeisters so lange ausüben durfte. „Es gab wirklich keinen Tag, an dem ich nicht gerne ins Rathaus Brand oder zur Verwaltungsgemeinschaft Neusorg gegangen bin.“ Große Überraschung am Ende, als der neue Alt-Bürgermeister seinem Nachfolger eine neue Amtskette überreichte. Der Aufforderung, sich in Goldene Buch einzutragen, folgten die Anwesenden gerne, ebenso zum Smalltalk auf Abstand bei einem Imbiss.

Mit einer neuen Amtskette dankte der neue Altbürgermeister der Gemeinde Brand für die Auszeichnung. Neben dem großen Schild mit Wappen und Hinweis auf Max Reger sind alle sechs zur Gemeinde gehörenden Ortsteile benannt.
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