20.01.2020 - 11:47 Uhr
BrandOberpfalz

"Mitanand für Brand"

Freie Wählergemeinschaft Brand nominiert ihre Kandidaten für den Gemeinderat. Ein "bunter Haufen mit guter Mischung".

Keineswegs Schnee von gestern, absolut Neuschnee ist die wiederbelebte FWG. Die Stimmung war auch nicht frostig, eher war das Gegenteil der Fall. Nach der Nominierung stellten sich die Kandidaten optimistisch zum Gruppenfoto.
von Bertram NoldProfil

Die Hütte war voll, als die Freie Wählergemeinschaft zur Nominierung der Kandidaten für die Kommunalwahl eingeladen hatte. Gut 30 Plätze hat die Siedlerhütte. Kandidaten und Gäste ließen nicht einen Platz frei. Wahlkampfstimmung herrscht an diesem Nachmittag nicht, denn den soll es auch weiterhin nicht geben. Dafür steht der bei der Info-Veranstaltung entwickelte Slogan „Mitanand für Brand“. Diese Absicht wurde mehrmals verdeutlicht.

Ein „bunter Haufen“, so Versammlungsleiter Georg Zaus, soll die „Freie Wählergemeinschaft Brand“ (FWG) sein, und diese Nominierungsversammlung sei keine FW-Veranstaltung, auch wenn der Landratskandidat der Freien Wähler, Ely Eibisch, anwesend sei. Der „bunte Haufen“ – Brauntöne fehlen selbstverständlich in der Farbpalette – komme zustande, wenn man einen guten Mix aus jungen und älteren, aus männlichen und weiblichen, aus Bewohnern aller Ortsteile und auch aus Leuten, die einer Partei angehören und Parteilosen hat. Vorstand der FWG ist Georg Zaus, vertreten von Werner Brunner und Dieter Suttner, der zugleich Kassier ist. Beiträge werden nicht erhoben, Geld für Flyer und dergleichen soll aus Spenden zusammenkommen und eine „erstaunlich große“ ist nach den Worten von Georg Zaus auch schon eingetroffen. Diese bunte Mischung finde sich in der FWG Brand, aus deren Mitgliedern insgesamt 27 bereit sind, sich für ein Gemeinderatsmandat zur Wahl zu stellen.

„Etwas bewegen, mitbestimmen, mitmachen und mitgestalten wollen“ war der Tenor bei der Kandidatenvorstellung. Stefan Ott aus Lochau war gekommen, die Wahl zu leiten und das Verfahren über die Bühne zu bringen; er tat das sehr kompetent. Es soll eine Alternative am Wahltag geben, führte Georg Zaus aus. Er habe sich mit einigen Mitstreitern zur Aufgabe gemacht, die damalige FWG wieder aufleben zu lassen. Durch eine zweite Liste soll Verständnis geschaffen werden für Demokratie, denn diese lebe von der Meinungsbildung, vom Diskurs, vom Einbringen von Ideen, die sich mit denen einer anderen Gruppierung nicht decken müssten. Zaus bat darum, zu werben, dass die Brander zur Wahl gehen, denn die Gesamtzahl der Stimmen entscheide über die Anzahl der Sitze. Er sei dankbar dafür, dass sich so viele engagieren möchten. Er habe mit den beiden amtierenden Bürgermeistern gesprochen und beide seien erfreut darüber gewesen, dass es eine zweite Liste gibt. „Der Gemeinde Brand bleibt so eine Blamage erspart!“ folgerte Zaus daraus. Miteinander soll in Brand gearbeitet werden, um die Gemeinde lebens- und liebenswert zu erhalten. Abschließend ging Georg Zaus auf die Sommerlounge ein und bat die FWG-Mitglieder, sich daran zu beteiligen.

Als Schwerpunkte der Arbeit nannte der Sprecher, die Nachhaltigkeit im Auge zu haben und das im Hinblick auf Betriebskosten, Energieverbrauch und Abschreibungen. Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien sei ein wichtiges Thema und die Überarbeitung des Flächennutzungsplans. Keine „Donut-Effekt“, mitreden beim „Hirschen“ und beim Anwesen Fichtelberger Straße 3! Vielleicht könne man auch neue Handwerksbetriebe nach Brand holen.

Landratskandidat Ely Eibisch stellte sich am Ende vor und zeigte sich begeisterte davon, in welch kurzer Zeit die Liste erstellt werden konnte. Er ging auf seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik ein und lobte Rainer Fischer, Toni Dutz und Hans Klupp als erfahrene Politiker im Kreistag. Naturschutz sei ein wichtiges Thema und keineswegs ein Gegensatz zur Landwirtschaft.

Freie Wählergemeinschaft Brand :

Kandidaten zur Kommunalwahl

Die Blockabstimmung der vorbereiteten Liste ergab folgendes Ergebnis: (zugleich die Reihenfolge auf der Liste) Werner Brunner, Chris Pürner, Dieter Suttner, Alexander Graf, Robert Seitz, Ilona Hofmann, Daniel Kneidl, Benjamin Rußwurm, Hans-Helmut Lindner, Andrea Kneidl, Wolfgang Liedl, Johannes Reiß, Gabi Bauer, Oliver Ulbrich, Georg Zaus, Jutta Tackmann, Johann Reiß, Manuela Breuer, Josef Zaus, Hans Gilg, Lukas Hetzer, Markus Moller, Vera Hofmann, Sven Kuhbandner. Ersatzkandidaten sind Thorsten Kniep, Stefan Sokol und Thomas Erhardt.

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