15.04.2020 - 13:20 Uhr
BrandOberpfalz

Sommerlounge entfällt heuer

Es gibt keine Sommerlounge in diesem Jahr in Brand, auch im kommenden Jahr nicht. Am 4. August 2022 soll die Gemeinde dann die große After-Work-Party des Fichtelgebirges ausrichten.

Per Videokonferenz wurde im Mehrzwecksaal über das weitere Vorgehen bezüglich der Sommerlounge diskutiert. Die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, Sybille Kießling (auf der Leinwand rechts), leitete das Gespräch.
von Bertram NoldProfil

Wie vieles in diesem besonderen Jahr fällt auch die für 6. August 2020 geplante Sommerlounge dem Coronavirus zum Opfer. Sybille Kießling, Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, stellt dazu fest: "Nach reiflicher Überlegung und Beratung haben wir uns aufgrund der bestehenden Unwägbarkeiten rund um die Entwicklung der Corona-Pandemie dazu entschieden, die diesjährige Sommerlounge abzusagen. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen. Die Vorbereitungen rund um Programm und Regionalpräsentation waren schon sehr weit fortgeschritten und das Interesse an der Veranstaltung war - insbesondere auch dank der intensiven Vorarbeit und Werbung durch das Team aus Brand - gerade auch im Landkreis Tirschenreuth sehr groß. Aber die Gesundheit und Sicherheit der Menschen geht vor. Und wenn man der Einschätzung der Virologen folgt, kann es in diesem Sommer leider keine Großveranstaltungen geben."

Niemand kenne die Entwicklung und selbst wenn sie bis August positiv verlaufe, wisse niemand, wie weit die Wirtschaft bis dahin wieder am Laufen ist und unter welchen Abstandsregelungen sich Menschen in größerer Zahl treffen können.

Die endgültige Entscheidung sollte von allen Mitverantwortlichen im Kern-Orgateam getroffen werden: Das geschah per Video-Konferenz. Schwieriger als die generelle Absage war, einen neuen Termin für die Veranstaltung zu finden. Aus Sicht des Kernteams wäre es das Beste gewesen, das Ganze nur um ein Jahr zu verschieben, wofür auch Sybille Kießling und Teamsprecher Wolfgang Doleschal argumentierten. Aber 2021 steht auch das fünfte Schaffest auf dem Programm - und innerhalb von sechs Wochen zwei Feste dieser Größenordnung über die Bühne zu bringen, hielten die Verantwortlichen für nicht ausführbar. Und keinesfalls sollte eine Entscheidung gegen den FGV fallen, der für die Aufrechterhaltung des Schaffest-Termins gute Gründe hatte. 100 Mitarbeiter sind für das Schaffest nötig. Weil die Sommerlounge aber auch auf die Mithilfe des FGV angewiesen ist, wollte niemand den Aktiven zumuten, zweimal innerhalb weniger Wochen eingespannt zu werden.

Für ein traditionelles Fest gebe es nichts Schlimmeres, als den eingeführten Rhythmus zu unterbrechen, erklärten Stefan Jungnickl und Gerald Hoch für den FGV. Gegen eine Verschiebung um ein Jahr würden sich auch die Fieranten wenden, denen vielfach ein Zwei-Jahres-Rhythmus schon zu lange ist. Einen Kompromissvorschlag von Wolfgang Doleschal, die beiden Feste 2021 zeitlich auseinanderzuziehen, haben die Verantwortlichen des FGV über Ostern diskutiert, jedoch nicht als machbar eingestuft.

Es bleibt bei 2022 für die Sommerlounge in Brand. Sie hätten in der Gemeinde ein sehr konstruktives Klima mit guter Kommunikation und einem guten Teamgeist erlebt, erklärten Sybille Kießling und Wolfgang Doleschal und bedankten sich bei allen Mitarbeitern für die bisherige Arbeit. Diese sei nicht umsonst gewesen, darauf werde 2022 aufgebaut.

Die Sommerlounge 2021 findet vielleicht als grenzüberschreitendes Begegnungsfest in der Festspielstadt Wunsiedel statt – sie ist als Teil des Programms „Kulturstadt Bayern-Böhmen“ geplant. Der Beitrag über die Gemeinde Brand wird in der nächsten Ausgabe des Magazins „ZUKUNFT Fichtelgebirge“ trotzdem erscheinen.

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