01.12.2019 - 16:51 Uhr
BrandOberpfalz

Weiterer Meilenstein im Zuge der Städtebauförderung

Die Gemeinde Brand meldet das Anwesen Fichtelberger Straße 3 für die Städtebauförderung 2020 an. Acht Mietwohnungen sollen dort unter der Bauträgerschaft der Kommune entstehen.

So könnte das Haus am unteren Ende der Fichtelberger Straße nach der Vorstellung von Peter Haimerl einmal aussehen. Es besteht noch Diskussionsbedarf. Für 2020 ist es bei der Städtebauförderung angemeldet. Auf Wunsch der Regierung soll es zeitnah umgesetzt werden.
von Bertram NoldProfil

In der Bürgerversammlung beschrieb Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel das Bild eines schönen dörflichen Zentrums mit Schlachthaus, "Goldener Hirsch" und Anwesen Nummer 3 am unteren Ende der Fichtelberger Straße. Details zu Letzterem seien nun in der vergangenen Gemeinderats-Sitzung debattiert worden. Dabei sei es auch um die Frage gegangen, wer das Projekt umsetzen solle. Die Gemeinde selbst oder ein Investor?

Gebäude mit Freisitz

In nichtöffentlicher Sitzung im September ist dem Gemeinderat die Machbarkeitsstudie für das Areal Fichtelberger Straße 3 vorgestellt worden. Architekt Peter Haimerl hatte die mögliche Nutzung der Gebäude erläutert. Das Wohnhaus wird nach seinen Vorstellungen saniert, zwei Wohnungen sollen entstehen. Im ehemaligen Stallgebäude sollen drei Wohneinheiten Platz finden. Ein weiteres Gebäude mit einer vielseitigen Nutzung mit großem Freisitz Richtung Westen würde anstelle der Scheune errichtet werden.

Mitte November fand bei der Regierung der Oberpfalz eine Besprechung hinsichtlich der Städtebauförderprojekte für Brand statt. Neben Leitender Baudirektorin Regina Harrer hatten die beiden Brander Bürgermeister und Conny König, Achim Scherm vom Bauamt sowie Haimerl und Mitarbeiterin Judith Kinzl teilgenommen.

Unter anderem sei auch die Machbarkeitsstudie für dieses Areal besprochen worden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Harrer habe sich hiervon sehr angetan gezeigt und der Gemeinde geraten, dieses Projekt im Anschluss an die Fertigstellung des Schlachthauses zeitnah anzupacken. Mit den Projekten "Schlachthaus", "Goldener Hirsch" und "Fichtelberger Straße 3" könnte eine beispielhafte Ortsmitte geschaffen werden. Der Gemeinderat müsste über das weitere Vorgehen beraten.

Zwei Varianten kamen infrage: Die Kommune tritt als Baumaßnahmenträger auf und errichtet die Mietswohnungen mit finanzieller Unterstützung der Städtebauförderung. Die Kommune bleibe so "Herr des Verfahrens" und könne direkt auf die Planung und Ausführung einwirken. Oder es wird über ein Investorenauswahlverfahren versucht, dieses Grundstück mit der Machbarkeitsstudie zu vermarkten. Es bliebe abzuwarten, ob sich ein Interessent findet.

Der Vorlage ist zu entnehmen, dass Harrer die erste Variante favorisiert. Neben der erheblichen finanziellen Belastung müsse sicherlich auch von der Entwurfsplanung bis zur Fertigstellung "ein Rad ins andere greifen". Von großer Herausforderung ist die Rede in der Sitzungsvorlage, auch von dringend erforderlichen Mietwohnungen. Mit dem Areal würde ein weiterer Meilenstein in die Tat umgesetzt.

Geschätzt 1,44 Millionen Euro

Viel zu debattieren gab es im Gemeinderat nicht. Es ging um einen Termin, und die Zeit drängte. In dieser Lage einen Beschluss zu fassen, der die Angelegenheit endgültig fixiert, wäre fatal gewesen. Andere Fördertöpfe wurden erörtert, was des genauen Hinsehens bedarf, denn es geht immer um förderfähige Kosten, und da ergibt sich laut Bauamtsleiter Scherm ein ganz anderer Betrag als jene geschätzten 1,437 Millionen Euro.

Dem Rat der Regierungsdirektorin zu folgen, stellte sich als optimaler Weg heraus: Das Vorhaben bleibt so in den Händen der Gemeinde. Die endgültige Ausführung steht allerdings noch nicht fest; diesbezüglich besteht noch großer Diskussionsbedarf. Da das Programm am 31. Dezember 2020 endet, müsste das Projekt bis dahin fertiggestellt sein.

Doch jeder weiß, dass Handwerker derzeit schlecht zu bekommen sind, das ist auch der Regierung bekannt. Scherm meinte deshalb: "Der Termin ist unrealistisch. Das Problem ,Handwerker' kennt man, und darum ist eine Verlängerung durchaus möglich." Einstimmiges Votum daher: Das Projekt wird für 2020 angemeldet.

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