Schirnding
04.02.2021 - 13:37 Uhr

Bundespolizisten entdecken bei Kontrolle gefälschte Papiere

Fahnder der Bundespolizei Selb haben am Dienstag auf der Bundesstraße 303 ein mit vier Personen besetztes Auto mit französischen Kennzeichen kontrolliert. Nun ermittelt die Polizei unter anderem wegen Urkundenfälschung.

Auf eine Kontrolle der Bundespolizei folgt eine Reihe von Anzeigen. Symbolbild: Bundespolizei/exb
Auf eine Kontrolle der Bundespolizei folgt eine Reihe von Anzeigen.

Das Fahrzeug kam aus Tschechien und wurde von einer 42-jährigen Frau aus dem Landkreis Wunsiedel gesteuert. Sie befand sich in Begleitung ihrer 19-jährigen Tochter und zwei weiterer Personen, die sich mit rumänischen Identitätskarten auswiesen. Zunächst stellten die Beamten fest, dass die Fahrerin keine Fahrerlaubnis besitzt. Und bei der näheren Überprüfung der beiden rumänischen Identitätskarten, zeigten sich Fälschungsmerkmale.

Die weiteren grenzpolizeilichen Ermittlungen auf der Dienststelle ergaben, dass es sich bei den mutmaßlichen Rumänen um georgische Staatsangehörige handelte. Das 43 und 39 Jahre alte Paar reiste im Dezember vergangenen Jahres aus ihrer Heimat zu touristischen Zwecken nach Frankreich. In Paris besorgten sie sich die falschen Ausweise, um sich künftig als EU-Bürger auszuweisen, berichtet die Bundespolizei. Seit Weihnachten lebten sie nun als rumänische Staatsangehörige bei den beiden Frauen aus dem Landkreis Wunsiedel und hatten vor der grenzpolizeilichen Kontrolle Bekannte in Tschechien besucht.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs kam noch ein gefälschter rumänischer Führerschein ans Tageslicht, der auf den 43-jährigen Georgier ausgestellt war. Das in Frankreich gekaufte Auto war weder versichert noch zugelassen. Aktuell streben die Georgier einen Daueraufenthalt in Deutschland an, um hier zu arbeiten.

Die beiden unerlaubt eingereisten Georgier wurden nach Abschluss der Sachbearbeitung an das Ankerzentrum Oberfranken nach Bamberg weitergeleitet. Die Bundespolizei ermittelt wegen der Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie wegen Urkundenfälschung und der Straßenverkehrsdelikte. Die Autofahrerin und ihre Tochter müssen sich wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Auf die Mutter kommt noch ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu, so die Polizei.

Weitere Polizeimeldungen aus der Region lesen Sie hier

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.