Bei seiner Mitgliederversammlung in Burglengenfeld verstärkte sich laut Vorsitzendem Bernhard Krebs der Freundeskreis des Oberpfälzer Volkskundemuseums "nicht nur durch weitere engagierte Vorstandsmitglieder", sondern nutzte auch gleich die Gelegenheit, mit diversen Änderungen die "altehrwürdige Satzung des Vereins" in die Moderne zu führen. Unter anderem der Anstieg der Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres um rund 30 Prozent auf 118 "macht es möglich, die anstehenden Aktionen auf mehr Schultern zu verteilen und die Ideen einer erweiterten Vorstandschaft zu nutzen", so Krebs: "Dabei standen wir vor der wohl einzigartigen Situation, dass wir nicht lange fragen mussten und schnell unser Vorstandsteam komplett hatten."
Besonders erfreulich: Dem Geschäftsführer des Vereins, Markus Huesmann, und ihm sei es gelungen, weitere Stadtratskollegen über die allermeisten Fraktionen hinweg für den Verein zu gewinnen: "Für uns alle ist dies auch ein deutliches Bekenntnis der Kommunalpolitik zum Museum." Die Arbeit im Verein als Gemeinschaftsleistung stellte Krebs besonders heraus.
In seinem Bericht zog Krebs laut Pressemitteilung ein "etwas durchwachsenes Resümee" vom ersten Jahr der im August 2021 neu gewählten Vorstandschaft. Die Pandemie habe nicht wenig behindert, die "Terminflut im engen frühsommerlichen Zeitfenster manch eigenen Plan vernünftigerweise hintenanstellen lassen" - und wenn dann alles gepasst hat, habe das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das abgesagte Museumsfest aber, so der Vorsitzende, werde man aber "im Frühjahr 2023 nachholen".
Viel schwerer als ein abgesagtes Fest aber wog der unerwartete Tod von zwei Mitgliedern, die den Freundeskreis maßgeblich mitgestaltet hatten. Der Verlust vom jahrelangen Geschäftsführer Günther Plößl und Thomas Wittmann als "wichtige Verbindung zur Stadt" habe laut Huesmann und Krebs "eine kaum zu füllende Lücke nicht nur im Verein, sondern in der ganzen Stadt gerissen. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihr Rat fehlen."
Einstimmigkeit herrschte bei den Wahlen von fünf neuen Beisitzern und zwei Kassenprüfern. Da beide zuletzt als Kassenprüfer des Vereins gewirkt hatten, stellten sich in Interimsfunktion Wolfgang Gotthardt und Peter Wild kurzfristig für die Aufgabe zur Verfügung gestellt. Auf Empfehlung der Vorstandschaft versammelten als weitere Beisitzer alle Stimmen auf sich: Anja Gornig, Ulrike Beer, Ulrike Weis, Florian Schwemin und Ernst Singer. Dem künftig einmal jährlich tagenden Vereins-Ausschuss gehören Kreisheimatpfleger Jakob Scharf und Stadtarchivpfleger Thomas Barth an.
Als letzten Höhepunkt der Versammlung würdigte der Verein verdiente Mitglieder für ihren unermüdlichen Einsatz für den Freundeskreis in diversen Funktionen in der Vorstandschaft. Dafür gab es vor Ort eine Urkunde samt Präsent für Gerlinde Mitchell und Josef Zeitler - weil sie verhindert waren, bringen Krebs, Nörl und Huesmann die Aufmerksamkeit vorbei: Helga Stark, Evelinde Besenhard, Ursula Müller und Norbert Steinhauser.
Die nächsten Termine: 17. November, 19 Uhr, Ausstellungseröffnung "Finden, was verzaubert" mit Werken (Textilstein) von Florian Nörl; Ende November/Anfang Dezember: Friedhofsführung mit Margit Berwing-Wittl; 11. Dezember, 17 Uhr,: Fahrt zum Stadtmuseum Schwandorf mit Führung; 2. Februar Abend zu Mariä Lichtmess.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.