09.06.2021 - 18:14 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Großbrand in Burglengenfelder Entsorgungsfirma: Polizei schließt Brandstiftung aus

Der Einsatz forderte den Feuerwehrleuten viel ab: Rund sieben Stunden dauerte es am Dienstag, bis eine brennende Lagerhalle eines Burglengenfelder Betriebs gelöscht war. Die Polizei hat erste Erkenntnisse zur Ursache.

Dichter Rauch quoll aus der brennenden Halle, in der Sperrmüll, Altholz und Kartonagen lagerten. Zunächst konnte das Feuer nur von außen bekämpft werden.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Ursache für einen Großbrand auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma in Burglengenfeld ist weitgehend geklärt. Spezialisten der Kriminalpolizei Amberg untersuchten am Mittwoch vormittags die Reste der Lagerhalle. ""Wir gehen von einem technischen Defekt aus. Fremdverschulden ist auszuschließen", sagte der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizei Burglengenfeld, Hauptkommissar Franz Wenig. Der Sachschaden werde auf rund 400000 Euro geschätzt. Wie hoch er genau liegt, werde ein Versicherungs-Gutachter ermitteln. Der wird noch diese Woche am Brandort im Gewerbegebiet an der Kallmünzer Straße erwartet.

Das Feuer war am Dienstag gegen 18 Uhr von einem Passanten entdeckt worden, sofort wurde Alarm ausgelöst. Zwölf Feuerwehren aus der Umgebung rückten mit rund 200 Kräften an, dazu der Rettungsdienst. Die Halle habe da bereits in Vollbrand gestanden, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands, Hans-Jürgen Schlosser. Altholz, Sperrmüll und Kartonagen, die in der Halle gelagert waren, gaben den Flammen reichlich Nahrung. Der dichte Qualm erschwerte die Arbeiten ebenso wie die große Hitze des Feuers.

Bis etwa 1 Uhr früh am Mittwoch dauerte es, bis die letzten Glutnester gelöscht waren. "Immer wieder flackerten Brandnester auf", sagte Schlosser. Das THW leistete mit schwerem Gerät wichtige Hilfe. Die Zusammenarbeit habe hervorragend geklappt, so Schlosser. Dennoch: "Der Einsatz brachte die Einsatzkräfte an ihre körperlichen Grenzen", sagte Schlosser. Schließlich habe die Halle auf geschätzt 500 Quadratmetern in hellen Flammen gestanden, galt es, benachbarte Gebäude des Betriebs zu schützen. Weil das Dach der Halle mit asbesthaltigem Material gedeckt war, wurde auch der ABC-Zug der Feuerwehr alarmiert, baute eine Dekontaminations-Stelle für die Aktiven auf. Gegen 2 Uhr konnte der Großteil der Feuerwehren abrücken, die Brandwache blieb bis zum frühen Morgen vor Ort.

200 Aktive im Einsatz

Burglengenfeld
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