22.09.2021 - 10:59 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Klimaschutz als Hauptthema bei Wahlkampfabschluss der ÖDP

Bundestagskandidat Sönke Siebold sprach beim Wahlkampfabschluss der ÖDP in Burglengenfeld.
von Externer BeitragProfil

Zum Wahlkampfabschluss der ÖDP in Burglengenfeld begrüßte Kreisvorsitzender Alfred Damm den ÖDP-Bundestagsdirektkandidaten Sönke Siebold aus Tiefenbach. In seinem Vortrag ging Siebold laut einer Pressemitteilung der Partei auf das für ihn wichtigste Thema Klimaschutz und die daraus resultierende Mobilitäts-, Energie- und Agrarwende ein.

Für eine Mobilitätswende forderte der Bundestagskandidat laut Mitteilung den Stopp von Neubauten von Straßen. Stattdessen sollte das Geld für die Sanierung des Straßennetzes verwendet werden. Damit der Individualverkehr abnehmen kann, müssten auch der ÖPNV und das Radwegenetz auf dem Land massiv ausgeweitet werden. Dort, wo sich der ÖPNV nicht rechne, müssten E-Autos gefördert werden. „Erreichbar ist dies alles nur, wenn mit den Fördermitteln umgesteuert wird“, so Siebold.

Bei der Energiewende sah der ÖDP-Direktkandidat enormes Potential und auch finanzielle Vorteile für die ländlichen Regionen. Siebold: „Das Land hat die Fläche, um die Städte mit Energie zu versorgen“. Hier setze die ÖDP vor allem auf den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie, auch weil der Flächenverbrauch um den Faktor 40 niedriger ist als bei der Verstromung von Mais in Biogasanlagen.

„Damit die Menschen vor Ort von der Energieerzeugung profitieren, sollte auf Bürgergenossenschaften gesetzt werden. Dann bleibt der Gewinn in den Taschen der Bürger anstatt bei den Konzernen“, so der Redner. Positiver Nebeneffekt: Mit einer dezentralen Energie-Infrastruktur würden auch die umstrittenen Gleichstromtrassen überflüssig werden.

Auch bei einer Agrarwende forderte Siebold, die Förderpolitik für die Landwirte zu ändern. Das Dogma „Wachsen oder Weichen“ sowie die Produktion für den Weltmarkt hätten zu einem stetigen Rückgang der bäuerlichen Betriebe geführt. Die Subventionen dürften nicht mehr nach der Fläche verteilt werden, sondern sollten in eine zukunftsorientiere Landwirtschaft fließen, bei der mehr ökologisch gewirtschaftet und auf das Tierwohl geachtet werde. Dazu müssten die Stallumbauten auch entsprechend finanziell gefördert werden.

Die etablierten Parteien hätten in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass sie keinen grundsätzlichen Wandel wollen oder können, betonte Siebold abschließend. Er stellte die Frage, ob man wirklich einen grundlegenden Wandel von den Parteien erwarte, die schon in ihrem Programm zu wenig vorhaben und am Tropf der Konzerne hängen.

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