17.05.2019 - 12:51 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Netzwerk für ältere Patienten

"Geriatrie ist die Medizin für den alten Menschen", sagt Paula Loibl. Die Leitende Oberärztin an der Asklepios-Klinik Burglengenfeld hilft den Patienten auf dem Weg zurück in die gewohnte Umgebung.

Die Leitende Oberärztin der geriatrischen Abteilung der Asklepios-Klinik Burglengenfeld, Paula Loibl (links), und ihr Team testen die Brillen, die Altersschwäche simulieren.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Geriatrie im Krankenhaus Burglengenfeld war bislang der Abteilung "Innere Medizin" zugeordnet. Jetzt hat der Träger einen eigenen Bereich mit 20 Betten, Aufenthaltsräumen und Nischen geschaffen, in die sich die älteren Patienten zurückziehen und erholen können. Zielgruppe sind Menschen ab 65 Jahren, die unter Mehrfacherkrankungen leiden und in der geriatrischen Abteilung interdisziplinär behandelt werden.

Oberärztin Paula Loibl

nannte bei der Einweihung der Abteilung am Donnerstag die Vorteile der Therapie: "In der Geriatrie führen wir die verschiedenen Disziplinen zusammen." Zu den Netzwerkpartnern gehören Chirurgen, Kardiologen, Internisten und pflegerische Fachkräfte.

Es gehe darum, den alten Menschen Strukturen zu geben, ihnen Lebensqualität zurückzugeben und sie wieder fit zu machen für eine Rückkehr in die gewohnte Umgebung. "Das schafft man nur im Team", ist sich Paula Loibl bewusst. Geriatrische Fachkräfte arbeiten in der neuen Abteilung mit Psychologen zusammen und sorgen dafür, dass die Patienten angstfrei wieder gesund werden können. Klinik-Geschäftsführer Felix Rauschek lobte das Engagement und den Teamgeist des Personals der geriatrischen Abteilung, die mit ihrem Angebot den gesamten Landkreis abdecke. Die nächsten geriatrischen Angebote dieser Art gebe es erst wieder in Regensburg und Amberg. Dieses Alleinstellungsmerkmal würdigte auch Landrat Thomas Ebeling in seinem Grußwort. In einer immer älter werdenden Gesellschaft wachse die Bedeutung der geriatrischen Therapie. Zweiter Bürgermeister Bernhard Krebs lobte "die zukunftsweisende Entscheidung des Krankenhausträgers", der auf die demografische Entwicklung mit einer individuellen und interdisziplinären Behandlung der älteren Patienten reagiere.

"Hier werden die Patienten nicht wie Ware, sondern menschenwürdig behandelt", stellte Pfarrer Franz Baumgartner bei der Segnung der neuen Räume fest. Chefarzt Dr. Josef Zäch dankte dem Krankenhausträger für die Investition und die neuen Räume für die geriatrische Behandlung. Die Mitarbeiter hatten Utensilien vorbereitet, die die Alltagsbeschwerden eines älteren Menschen simulieren, dessen Gehör, Sehkraft und Mobilität eingeschränkt sind.

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