11.06.2018 - 13:25 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Spatenstich für Mammut-Projekt

Trotz vieler Termine ist Thomas Ebeling laut eigener Aussage selten bei Spatenstichen. Für den am Montagvormittag an der Realschule am Kreuzberg in Burglengenfeld nimmt sich der Landrat aber Zeit. Das liegt an zwei Gründen.

Jede Menge Prominenz beim Spatenstich an der Burglengenfelder Realschule (von links): Landtagsabgeordneter Franz Schindler, Ingenieur Fabian Biersack, Bürgermeister Thomas Gesche, Schulrektor Klaus Biersack, Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch, Michaela Gottmeier vom Landratsamt, Landrat Thomas Ebeling, Architekt Alfred Popp und Franz Wilhelm von der Baufirma.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

(doz) Bei der Baumaßnahme sind vor allem die Dauer der Arbeiten und das Finanzvolumen außergewöhnlich. Für die Generalsanierung, bei dem sowohl Gebäudeteile abgebrochen werden als auch Neubauten entstehen, werden satte 18 Millionen Euro in die Hand genommen. Sechs Bauabschnitten sind geplant, Ende 2025 alles fertig sein. Die Maßnahme wird aus mehreren Gründen notwendig. Zuallererst ist der Raum in der Schule zu knapp - im aktuellen Schuljahr besuchen 610 Schüler in 25 Klassen die Realschule in Burglengenfeld. Außerdem soll die Barrierefreiheit soweit wie möglich hergestellt, der Brandschutz verbessert und das gesamte Gebäude energetisch saniert werden.

Förderung bewilligt

Bereits im März ist ein Teil des Knabentrakts abgebrochen worden. Der Erweiterungsbau dieses Trakts und der Abbruch mit Ersatzneubau des Verbindungsbaus mit der neuen Pausenhalle bilden die beiden ersten Bauabschnitte. Durch die beiden Neubauten kann die Raumnot erst einmal gelöst werden. In der neuen Pausenhalle sollen bis zu 400 Personen Platz finden. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen der Mädchen- und Knabentrakt saniert werden. Für alle diese Maßnahmen betragen die Kosten rund 12 Millionen Euro, von der Regierung der Oberpfalz gibt es eine Förderung in Höhe von 5,37 Millionen Euro.

Für den fünften und sechsten Bauabschnitt soll ein separater Förderantrag gestellt werden. Dabei geht es schließlich hauptsächlich um die Sanierung der naturwissenschaftlichen Klassenräume und Zimmer wie zum Beispiel der Musik- und Werkräume. Die Kosten für die beiden letzten Bauabschnitte liegen bei etwa sechs Millionen Euro, dafür werden wohl zwei weitere Jahre Bauzeit nötig. Auch die Außenanlagen werden abschnittsweise neu gestaltet. Insgesamt werden etwa 1900 Quadratmeter Pausenhoffläche neu errichtet und auch die Parkfläche vor dem Haupteingang wird neu strukturiert und gestaltet. Als zur Generalsanierung vorgezogene Baumaßnahme wurden 2014 und 2015 sechs neue Klassenzimmer an den Mädchentrakt angebaut, um die Raumnot zu mildern. Schülerzahlen steigen stetig

Die Realschule ist 1957 als staatliche Mittelschule mit einem Mädchen- und einem Knabentrakt errichtet worden. Zehn Jahre später wurde der Mädchentrakt um ein Obergeschoss aufgestockt. In den Jahren 1979 bis 1981 folgte ein Erweiterungsbau. Zum damaligen Zeitpunkt war die Schule für nur 16 Klassen konzipiert. Die Schülerzahlen steigen aber stetig an, insbesondere nach der Einführung der sechsstufigen Realschule im Jahr 2003. Zwei Jahre später ist ein Gebäude für die Mittagsbetreuung erbaut worden. Die Turnhalle wurde 2008 saniert.

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