10.09.2019 - 09:27 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Blick in die Vergangenheit

Viele Besucher aus der Oberpfalz informierten sich am Tag des offenen Denkmals über den Fortgang der Arbeiten im Schloss Burgtreswitz. Die historisch gekleideten Führer Helene Rolle und Peter Garreiss zeigten den Gästen das Gebäude.

Alle Hände voll zu tun hatten die beiden Schlossführer am Tag des offenen Denkmals im Schloss Burgtreswitz. In historisch gekleideten Gewändern führten sie durch das über 800 Jahre alte Baudenkmal.
von Peter GarreissProfil

Im Mittelpunkt standen die Wohnung der Pfleger und Richter mit dem heutigen Trauungszimmer des Standesamts Moosbach, das historische Schlafzimmer, das Jagd- und Fischereimuseum und die Infostelle des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald. Viele historische Bilder und Fotoaufnahmen öffneten einen Blick in die Vergangenheit von Burg und Schloss. Die Bilder verdeutlichten, warum das Schloss vor 30 Jahren noch als Ruine bezeichnet und durch die Arbeit des Fördervereins aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde. In der Folterkammer wurden die Besucher mit allerhand Grausamkeiten der Rechtsprechung des Mittelalters konfrontiert. Die Führer wiesen auch auf die vielseitige Nutzung des Schlosses hin.

Jährlich kommen etwa 6000 Besucher ins Schloss. So wird es heute als kultureller Mittelpunkt der Marktgemeinde Moosbach bezeichnet. Die beiden Schlossführer informierten vor allem auch über die Revitalisierung des früheren Rittersaales im Ostflügel. Die Besucher waren von dem vier mal zwei Meter großen Wandbehang im Saal restlos begeistert. Die Neustädter Künstlerin Lilo Fischer hat darauf eine Zeichnung aus dem Jahr 1677 abgebildet. Sie zeigt das Schloss bei Wiederaufbau nach der totalen Zerstörung 1634 während des Dreißigjährigen Kriegs.

Die Besucher zollten den Verantwortlichen des Fördervereins sowie dem Bautrupp höchstes Lob. Fast 50.000 ehrenamtliche und freiwillige Arbeitsstunden, die der Bautrupp in den vergangenen 25 Jahren geleistet hat, sprechen eine deutliche Sprache.

Die Besucher hatten Gelegenheit, in der Gaststube des Schlosses bei Kaffee und Kuchen das historische Ambiente zu genießen. Die Vorsitzenden Garreiss und Wolfgang Mayer dankten dafür dem Vorstandsmitglied Helene Bauer und ihrem Team sowie Erhard Burger und Alfred Gissibl von Bautrupp (den Schlossgeistern) für den Ordnungsdienst.

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