31.10.2019 - 15:00 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Burgtreswitzer Dorfkirche weiterhin ohne Kreuz

Kreuze, die vom Himmel fallen. Dazu kam es in Burgtreswitz, wo ein Sturm das Kreuz vom Dach der Dorfkirche fegte. Durch das ungewöhnliche Ereignis kommt nun ein größeres Vorhaben ins Rollen.

Mitsamt des Sockels riss der Sturm das Kreuz von der Burgtreswitzer Dorfkirche. Das Gotteshaus bleibt weiterhin ohne den Dachschmuck.
von Redaktion ONETZProfil

Umgestürzte Bäume, fehlende Ziegel auf den Dächern und Überflutungen – der schwere Sturm im August wütete oberpfalzweit. Auch in Burgtreswitz, wo das gusseiserne Kreuz der Dorfkirche vom Dach flog. Zwei Monate später ist der Kirchturm weiterhin ohne Kreuz. Weshalb, das weiß unter anderem der Leiter des Bauhofs Moosbach, Johann Schnupfhagn.

"Da das Kreuz in mehrere Teile zersplitterte, ist es nicht mehr reparierbar und kann nicht mehr montiert werden", erklärt Schnupfhagn. Es werde zurzeit im Bauhof gelagert, und geprüft, ob eine neue Funktion gefunden werden kann. Schnupfhagns Vorschlag: "Man könnte es vielleicht wie in Moosbach beim Kriegerdenkmal ausstellen."

Ein Sturm fegte das Kreuz vom Dach der Kirche

Burgtreswitz bei Moosbach

Die Kirche steht im Eigentum von Moosbach, und so versichert der Geschäftsleiter des Markts, Andreas Hofmeister, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: Die Montierung eines neuen Kreuzes sei geplant. Bevor das aber passieren kann, müsse die Kirche zuerst von Grund auf saniert werden. Die Planungen dazu seien schon im vollen Gange.

Eine Renovierung der Dorfkirche wurde zuletzt vor allem von Pfarrer Josef Most gefordert. "Die Kirche wartet schon seit Jahren darauf, dass sie generalsaniert wird", äußerte sich der Geistliche im August gegenüber Oberpfalz-Medien. Durch das herabstürzende Kreuz verschlechterte sich der Zustand des Gotteshauses nochmals erheblich. Die dadurch verursachten Schäden am Dach wurden zwar im Oktober von der Spenglerei Liebl behoben, beispielsweise die Mauerschäden gebe es aber weiterhin.

"Das Kreuz wurde 1859 vergoldet, im selben Jahr wie der Bau der Kirche selbst. Deswegen vermute ich, dass man das Kreuz da gleich montierte", erläutert Heimatpfleger Peter Garreis. Mehr ist über das 1,7 Meter große und geschätzt 100 Kilogramm schwere Kreuz nicht bekannt.

Laut Hofmeister müssen für die geplante Sanierung ein Statiker eingeschaltet und Bodenproben entnommen werden, da nicht klar sei, ob die Kirche auf stabilem Grund stehe. Deswegen bestand ohnehin ein zu großes Risiko für eine erneute Montierung des Kreuzes. Die Sondierungsbohrungen wurden bereits letzte Woche durchgeführt. Das Ergebnis steht bislang noch aus.

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.