11.09.2018 - 08:22 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Vom Parterre bis zum Dachboden

300 Gäste strömen zum "Tag des offenen Denkmals" nach Burgtreswitz und lassen sich bei Führungen durch das Schloss auf eine geschichtliche Reise mitnehmen.

Die beiden Schlossführer Helene Rolle und der erste Vorsitzende des Fördervereins Peter Garreiss führen beim Tag des offenen Denkmals 300 Gäste durch das Schloss. Große Bewunderung findet der Gang durch den neu restaurierten historischen Festsaal.
von Peter GarreissProfil

Beim Tag des offenen Denkmals 2018 konnten die beiden Schlossführer Helene Rolle und der 1. Vorsitzende des Fördervereins Schloss Burgtreswitz Peter Garreiss viele Gäste durch das Schloss führen. Sie konnten sich davon überzeugen, dass im letzten Jahr im Schloss wieder viel geschehen ist. Die in den letzten 30 Jahren vom Bautrupp geleisteten 46.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurden bewundert. Die Gäste wurden über die Geschichte des Hauses und viele Erzählungen und Anekdoten informiert.

Die Besucher staunten nicht schlecht, als sie durch das historische Schlafzimmer wandelten. Im Büro des brutalen Steuereintreibers „Matere“, der heute noch als Gespenst im Schloss „umgehen“ soll, lief es so manchem Teilnehmer eiskalt über dem Rücken. Im Jagd- und Fischereimuseum sowie in der Naturparkinfostelle des Nördlichen Oberpfälzer Waldes ging es um Flora und Fauna. Die alte Schusterwerkstatt erinnerte so manchen Teilnehmer an dem vor Jahren verstorbenen Moosbacher Schuster Franz Hierold, dem „Hierold´n Bartl“. In der früheren Pflegerwohnung konnte Originalmobiliar des 1809 in die Friedrichsburg verlegten Pflegeamt Treswitz, wie Kachelofen und historische Bestuhlung, das Gerichtskreuz sowie ein Wappenschränkchen, bewundert werden.

Große Bewunderung herrschte beim Gang durch den neu restaurierten historischen Festsaal. Der frühere Rittersaal und das spätere Getreidelager der Schlossbrauerei sind inzwischen zum Prunkstück und Mittelpunkt des Schlosses geworden und kann für Ausstellungen, Konzerte und gesellige Privatveranstaltungen genutzt werden. Im Saal dominiert der von der Neustädter Künstlerin Lilo Fischer über zehn Quadratmeter große, gewebte Wandbehang. Er zeigt eine historische Ansicht von Treswitz aus dem Jahre 1677. Die Vorhänge der sechs Saalfenster schmücken zwölf Wappen von Herrschaften und Pflegern aus der Schlossgeschichte, die von der Stickoase Neustadt/WN angefertigt wurden.

Besonders angetan waren die Besucher von der Barrierefreiheit im Schloss Burgtreswitz vom Parterre bis hinauf in den Dachboden. Die anwesenden Rollstuhlfahrer und Gehbehinderten waren davon begeistert. Sie bedauerten gleichzeitig, dass es leider nicht viele Schlösser und Burgen in Bayern und Deutschland gebe, die barrierefrei sind.

Nach der Schlossführung konnten die Gäste die Kuchen- und Kaffeeecke im Schlosshof aufsuchen und dort das historische Ambiente des Schlosses bestaunen und genießen. Die fleißigen Frauen um Vorstandsmitglied Helene Bauer hatten alles bestens im Griff. Zweiter Vorsitzender Thomas Hupfauf bedankte sich bei ihnen und bei den vielen Kuchenspendern, die zum Gelingen beitrugen.

Die beiden Schlossführer Helene Rolle und der erste Vorsitzende des Fördervereins Peter Garreiss führen beim Tag des offenen Denkmals 300 Gäste durch das Schloss. Große Bewunderung findet der Gang durch den neu restaurierten historischen Festsaal.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp