Burkhardsrieth bei Pleystein
06.07.2022 - 10:00 Uhr

Trauer um Irene Weig aus Finstermühle

Am 1. Juli verstarb im Alter von 86 Jahren Irene Weig aus Finstermühle. Sie wurde am 29. Mai 1936 als zweite von drei Töchtern der Eheleute Josef und Barbara Beimler am Oberfahrenberg geboren. Sie besuchte die Volksschule in Bernried. Mit 14 Jahren kam Irene Beimler für sechs Monate zu den Armen Schulschwestern nach Regensburg zur Mithilfe in der Küche. Anschließend arbeitete sie im Gasthaus „Schlosswirt“ in Altenstadt und pflanzte beim Staatsforst Bäume an. Am 7. Februar 1961 schloss Beimler mit dem Landwirt Max Weig von der Finstermühle auf dem Fahrenberg den Bund fürs Leben. In der Ehe wurden vier Buben und drei Mädchen geboren.

Mit viel Kraft und Fleiß bauten sie die Finstermühle zu einem stattlichen Anwesen aus. In ihrem Garten fand Irene Weig den Ausgleich zur Arbeit auf dem Hof. Darüber hinaus versorgte sie auch ihre Schwiegermutter. Am 7. Februar 2011 feierten Max und Irene Weig im Kreis einer sehr großen Familie Goldene Hochzeit.

Das Leben Weigs blieb nicht von Schicksalsschlägen verschont. So hatte sie 1975 einen schweren Autounfall und 1986 wurde die Finstermühle von einem Brand heimgesucht. Von einer weiteren schweren Erkrankung 2016 kämpfte sich Weig wieder ins Leben zurück. Als 2018 ihr geliebter Ehemann verstarb, nahm ihr starker Lebenswille ab. Doch die Besuche ihrer sieben Kinder mit Partnern, die 17 Enkel und sieben Urenkel stärkten Weigs Freude am Leben immer wieder.

Bis zuletzt zeigte die Verstorbene Interesse am täglichen Geschehen auf dem Hof, der von Sohn Thomas und dessen Familie geführt wird. Vor allem wollte Weig noch täglich im Stall beim Melken dabei sein. Die Mitfeier der Gottesdienste in der Expositurkirche Burkhardsrieth war für sie eine Selbstverständlichkeit, an Werktagen ging sie gerne in die Kapelle in Lohma. In der Nacht zum 1. Juli starb Irene Weig still und leise, so wie sie es sich immer gewünscht hatte.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.