04.04.2019 - 18:26 Uhr
Cham in der OberpfalzOberpfalz

Oberst Schulz übernimmt Kommando über Panzerbrigade 12

Seit einem Jahr ist die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" an ihrem neuen Standort. Nun gibt es eine weitere Veränderung sowie neue Herausforderungen, und es steht ein Jubiläum an.

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Bei einem militärischen Appell in der Nordgaukaserne in Cham hat der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Harald Gante, das Kommando über die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" von Brigadegeneral Jörg See auf Oberst Björn Schulz übertragen. Der 51-jährige See verlässt nach zweieinhalb Jahren die Oberpfalz und wechselt nach Brüssel, in den internationalen Stab im Nato-Hauptquartier. Der 51-jährige Schulz kommt aus dem Verteidigungsministerium in die Oberpfalz.

In seiner Abschiedsrede erinnerte See an die Aufgaben, die die "Zwölfer" in den vergangenen Jahren bewältigt hat. Dazu zählen Einsätze in Mali, Kosovo sowie für einzelne Soldaten auch in Afghanistan, im Irak und im Sudan. Dazu kam im Januar 2017 die Nato-Operation "Enhanced Forward Presence" in Litauen. Mit dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf) stellte die Brigade für sechs Monate den ersten deutschen Verband. Seit Anfang Februar ist das Panzerbataillon 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) in der selben Mission in Litauen.

Unter der Führung von See gab es auch ein wesentlichen Einschnitt in der 60-jährigen Geschichte des Verbandes: der Umzug von Amberg nach Cham vor einem Jahr. Er machte deutlich, dass es nicht eine Amberger oder eine Chamer Geschichte gebe, sondern nur "eine gemeinsame Geschichte". Diese 60-jährige Geschichte werden die "Zwölfer" am 15. Juni feiern, beim "Tag der Bundeswehr" auf dem Marktplatz in Cham. Gante betonte, die Stadt Amberg könne sicher sein, "dass die Panzerbrigade 12 weiß, woher sie kommt und was ihre Geschichte ist".

Dazu gehört, dass neben den Abordnungen aller Verbände der Brigade, die bei strahlendem Sonnenschein auf dem Appellplatz angetreten waren, auch Oberpfälzer Reservistenkameradschaften standen, darunter die Amberger Reservisten. Der Appell wurde musikalisch gestaltet vom Heeresmusikkorps Veitshöchheim. Unter den Gästen waren Bürgermeister aus allen Stationierungsgemeinden der Panzerbrigade 12 in der Oberpfalz und Niederbayern, Vertreter der Kirchen, der Bezirke, der Landkreise, Kommunalpolitiker sowie Vertreter der US-Armee und des österreichischen Heeres.

Die vor zwei Jahren unter See begonnene Einführung des Schützenpanzers Puma bleibt der Brigade erhalten - eine Aufgabe, mit der der neue Kommandeur bereits als Chef des Stabes bei der 1. Panzerdivision befasst war. Oberst Schulz verspricht, dass die Soldaten bestens auf ihre ersten Einsatz mit dem Puma vorbereitet werden. Die Panzerbrigade 12 stellt im Jahr 2023 zwei Puma-Kompanien für die schnelle Nato Eingreiftruppe (VJTF).

Als Panzergrenadier freut sich Schulz darauf, wieder in die Schlamm-Zone zu springen und in Panzer zu klettern, wie Soldaten den Truppendienst beschreiben. Der gute Ruf der "Zwölfer" habe es ihm leicht gemacht, in die Oberpfalz zu kommen. Der Oberst lebt in der Lüneburger Heide, ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

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