13.09.2019 - 16:57 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Ciao, bella, ciao!

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Selbst simple Körperfunktionen werden im 500 C zum Fest der Sinne. Weil du nicht durch die Natur fährst, sondern von ihr ummantelt wirst. Wirst ein Teil von ihr. Das macht Cabriofahren aus. Und der kleine Fiat demokratisiert die offene Fortbewegung.

Jede Ausfahrt wird im Fiat 500 C zum Fest für alle Sinne.
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Nach so viel Poesie ein paar Fakten. Im Prinzip ist der "Cinque" ein rundgeschliffener Panda mit schlichter Technik, einem 69-PS-Naja-geht-so-Motor und ziemlich viel Hartplastik innendrin. Interessiert kein Aas, wie man in den Verkaufszahlen und auf den Straßen dieser Republik wahrnehmen kann: 500er allerorten - in sämtlichen Farben der Bonboniere. Als Limousine ist der Kleine "süüüüüß", als Cabrio ohne Konkurrenz. Denn was da in Gelato-Weiß anrollt, um jetzt mal zum abgebildeten Testwagen zu kommen, ist eigentlich gar kein Cabriolet im Ursinne, sondern streng genommen eine Cabrio-Limousine. Denn die Dachsparren bleiben stehen, das Verdeck schiebt sich zwischen ihnen weit auf. Sehr weit. Populärstes Beispiel für diesen Karosserietyp? Die Ente, der Döschewo, Citroëns 2CV. Nun, da mussten wir noch mit beiden Händen rollen, aber auch da hatten wir die Wahl: Nur schiebedachähnlich klappen für die ersten März- und die letzten Oktoberstrahlen oder die Sardinenbüchse ganz auf für die Fahrt am lauen Augustabend zum Baggersee. Ach, was war das schön.

Und jetzt kommt der 500 C daher, bietet genau das an, allerdings auf Knopfdruck - elektrisch. Ein Druck: Schiebedachbreite, zweiter Druck: Offen bis über die Köpfe der hinten Sitzenden. Noch einer: Das Faltdach reißt auch das Heckfenster mit und legt sich mit diesem zusammen hinten auf die Kofferraumklappe. Und der Sommer kommt herein.

Das bringt der Sommer

Er schickt dir Fahrtwind und den olfaktorischen Cocktail der Erntezeit: Heu und Stroh, Odel und Abgase. Einatmen. Ausatmen. Wer im Fiat-Katalog blättert findet dort für das Cabrio auch stärkere Motoren, kann gar einen ganz scharfen Abarth (bis 180 PS) bestellen; das Offenvergnügen aber kommt schon in unserer Basis-Motorisierung zu hundert Prozent. Alltagstauglichkeit des Cabrios? Nun. Weil die Kofferraumklappe kleiner ausfällt als bei der Limousine wird das Beladen schwierig. Wer da Getränkekisten (maximal zwei) hineinkippeln muss, sollte sich vorher beim Orthopäden schon mal frische Bandscheiben bestellen. Man kann natürlich auch Chianti und Pellegrino durchs offene Dach abseilen. Hinten mitfahren? Eng aber möglich und irgendwie auch immer eine Mordsgaudi. Dennoch taugt der 500C für jeden Tag. Er kann Erstwagen für die junge Dame und natürlich schicker Zweit-oder Drittwagen für die Hautevolee sein. Gerade für diese Klientel hält Fiat feine Varianten parat. Aktuelles Beispiel ist das Sondermodell "Dolcevita" mit weiß-blau gestreiftem Stoffverdeck und rotem Dolcevita-Logo. Die Armaturentafel trägt eine Holzverkleidung im Stil einer Yacht. Die Sitze sind mit Leder von Poltrona Frau bezogen und versehen mit roten Einsätzen in Pfeifenoptik und gesticktem Logo 500.

Als unser Cinque - ein Sondermodell "120th" - uns verlässt, glüht noch der Sommer. Wir streamen schnell noch die Eagles (Ganz kitschig: "Hotel California") und verdrücken eine Träne, die uns der Fahrtwind in die Augenwinkel treibt: "Ciao, bella, ciao!"

Im Prinzip ist der "Cinque" ein rundgeschliffener Panda.
Ein Druck: Schiebedachbreite, zweiter Druck: Offen bis über die Köpfe der hinten Sitzenden. Noch einer: Das Faltdach reißt auch das Heckfenster mit und legt sich mit diesem zusammen hinten auf die Kofferraumklappe. Und der Sommer kommt herein.
Als Limousine ist der Kleine "süüüüüß", als Cabrio ohne Konkurrenz.
Ziemlich viel Hartplastik innendrin. Interessiert kein Aas, wie man in den Verkaufszahlen und auf den Straßen dieser Republik wahrnehmen kann.
Was da in Gelato-Weiß anrollt, ist eigentlich gar kein Cabriolet im Ursinne, sondern streng genommen eine Cabrio-Limousine.
Er kann Erstwagen für die junge Dame und natürlich schicker Zweit-oder Drittwagen für die Hautevolee sein.
Als unser Cinque - ein Sondermodell "120th" - uns verlässt, glüht noch der Sommer.
Weil die Kofferraumklappe kleiner ausfällt als bei der Limousine wird das Beladen schwierig.
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