Eine Demo mit Helmut Bauer, eine Meditation mit Sonja Schuhmacher und eine Mahnwache mit Helmut Schöner waren am Samstagnachmittag öffentlich Veranstaltungen, die von der Polizei begleitet wurden. „Gebt uns unsere Grundrechte wieder und es sollte Schluss sein mit Einschränkungen und Verboten“, forderten die drei Organisatoren. Eine weitere angekündigte Demo am Alten Rathaus gegen die Zustände in der Fleischindustrie war abgesagt worden, wie die Polizei mitteilte.
Als „Großdemo“ angekündigt, zeigte sich Helmut Bauer aus Eslarn (Initiator von "Der grüne Schrei") auf dem Parkplatz der Max-Reger-Halle mit 80 Teilnehmern sehr zufrieden. Er prangerte das „Verdonnern“ zum Maskentragen, bis ein Impfstoff gefunden sei, durch den Bayerischen Ministerpräsident Markus Söder an. Der Landesvater lasse sich gerne mit Maske ablichten und seine Frau betreibe gleichzeitig die Produktion von Gesichtsschildern, die Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für Verkäufer im Einzelhandel zur Pflicht machen will.
„Wo sind die Corona-Toten geblieben, wenn vom 1. Januar bis 19. April 2020 in Deutschland 1,89 weniger Menschen gestorben sind als im vergleichbaren Durchschnitt der letzten fünf Jahre“, stellte Bauer in Frage. „Unsere seit zehn Jahren gut laufende Wirtschaft wird mit Vollgas an die Wand gefahren, damit Milliardäre noch mehr Zinsen kassieren können. Der deutsche Steuerzahler muss 131 von dem 500-Milliarden EU-Rettungsprogramm bezahlen“, bemängelte Bauer. „Muss Deutschland die ganze EU finanzieren und retten?"
Bauer bezeichnete sich als Bürger der Mitte ohne Tendenzen zu Rechts- oder Linksgesinnung. Er wolle lediglich Hinweise geben als Familienvater, der für eine lebenswerte Zukunft handle.
Einzige Störungen am Rande: Ein vermummter Radler fuhr über den Platz und der stille Gegenprotest einer Gruppe namens "Der grüne Schreck“, die mit Transparenten auf sich aufmerksam machte.
In der Kurt-Schumacher-Anlage forderte unterdessen ÖDP-Stadtrat Helmut Schöner mit Gleichgesinnten in einer Mahnwache die Einhaltung der Grundrechte. Sonja Schuhmacher hielt parallel eine weitere Meditation am Pavillon im Max-Reger-Park. „Wir demonstrieren nicht wegen ein paar Unannehmlichkeiten und stellen die Verhältnismäßigkeit mancher Maßnahmen in Frage. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Kinder während der Ausgangssperre Misshandlungen und Missbrauch ausgesetzt und ausgeliefert waren, weil keine Kitas und Schulen geöffnet waren", äußerten sich die Organisatoren zu ihren Beweggründen.
Große Teile des Mittelstandes und Freiberufler sowie die hier in Weiden ansässigen Gastwirte stünden vor dem Ruin. Der wirtschaftliche Einbruch bedeute Armut und Arbeitslosigkeit und ganz entsetzlich seien die Auswirkungen in anderen Ländern. Weltweit seien an der Pandemie 400 000 Menschen gestorben und im selben Zeitraum seien 3,5 Millionen Menschen verhungert, prangern Schöner und Schuhmacher an. Es werde Zeit, dass dies an die Öffentlichkeit dringe und die Corona-Maßnahmen beendet werden.


















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