(ubb) Der ehemalige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Fisch wurde von Freunden und Kollegen in Friedenfels herzlich aus zwei wichtigen Ämtern verabschiedet. Unermüdlich hat er sich auch für die Verbreitung der "Phantastischen Karpfen" in der Region eingesetzt. Rund 150 Stück machen in der Region mittlerweile auf die Fischzucht aufmerksam. Hans Klupp bekam als Überraschung zum Abschied eine weitere Skulptur überreicht - ein Dankeschön für seine 20-jährige Arbeit als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fisch.
Blick auf die Anfänge
Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg begrüßte Hans Klupp und die Gäste als Hausherr des Brauereimuseums. Er freute sich, dass sich Klupps Wegbegleiter dazu entschieden haben, Klupps Abschied in seinem Haus zu feiern. "Bleiben Sie, wie Sie sind", gab er Hans Klupp mit auf den Weg.
Klupps Nachfolger als Arge-Vorsitzender, Thomas Beer, erzählte von Klupps langjährigem Engagement und blickte auch auf die Gründung der Arge Fisch zurück. "Biber, Otter und Kormoran waren da noch kein Problem", so Beer. Hans Klupp habe maßgeblich daran gearbeitet, den Karpfen salonfähig zu machen, im Tourismus und in der Gastronomie. Mit weiteren Wegbegleitern wie Hedwig Jacobey, Erna Fellner und Peter Knott habe Klupp die "Erlebniswochen Fisch" ins Leben gerufen und professionell aufgestellt. "Jetzt kommt an dem Karpfen als gesundes Nahrungsmittel auch keine Gastronomie mehr vorbei", so Beer. Der Stellenwert des heimischen Fischs sei in vielerlei Hinsicht dem enormen Engagement von Hans Klupp zuzuschreiben.
Verdienste aufgelistet
Beer zählte zahlreiche weitere Verdienste von Klupp auf, wie die Erfindung der "Phantastischen Karpfen", wovon es nun fast 200 gebe, die Infotafeln über die Teichwirtschaft unterhalb der Himmelsleiter, den "Phantastischen Karpfenweg" in Kemnath, die Veranstaltung "Genusskarpfen" in München am Odeonsplatz, die Veranstaltungen zum Oberpfälzer Karpfen mit den Moselwein-Erzeugern und vieles mehr. Besonders stellte Beer auch Klupps Verdienste und Kontakte zur Politik heraus, die er für die Teichwirtschaft genutzt habe.
Für den Fischereierzeugering, in dem Klupp 30 Jahre Vorsitzender war, sprach Klaus Bächer lobende Worte. Bächer erinnerte an Zeiten, in denen Hans Klupp mit politischen Größen wie dem Umweltbundesminister Jürgen Trittin durch die Teichlandschaft gewandert war. Klupps Engagement sei es mit zu verdanken, dass es im Landkreis nun Wildtierranger gebe, die bei den Problemen mit Biber, Kormoran und Otter unterstützend eingreifen würden. "Hans, du hast immer gern und viel geschrieben. Das war wichtig für uns", lobte Bächer Klupps Hartnäckigkeit beim Erreichen politischer Ziele für die Teichwirtschaft. "Hans Klupp ist es mit zu verdanken, dass das Kulturerbe Fisch im Landkreis einen hohen Stellenwert hat", so Bächer.
Stefanie Wenisch nannte in Vertretung von Landrat Wolfgang Lippert Hans Klupp einen Mann, der eigentlich im Sternzeichen "Fisch" geboren werden hätte müssen. Klupp habe den Karpfen als Identifikationsmerkmal des Stiftlands bekannt gemacht. Dank seines Engagements seien der Bevölkerung die Stärken im Landkreis bewusster geworden. Er sei nicht ganz daran unbeteiligt, dass der Landkreis nun deutlich selbstbewusster auftrete. "Du bist ein Kämpfer der Teichwirtschaft", sagte Wenisch und wünschte sich von Hans Klupp, dass dies kein Abschied sei. "Sieh diese Feier als Motivation, uns weiterhin vom Hintergrund aus zu unterstützen."
Glückliche Hand gewünscht
Hans Klupp versprach lachend, auch weiterhin unbequem zu bleiben, wenn es darum gehe, für die Teichwirtschaft und den Erhalt dieses über 1000 Jahre alten Kulturguts zu kämpfen. "Mein Ratschlag wird nicht immer angenehm sein." Von seinen Nachfolgern wünschte er sich eine glückliche Hand. Mit der Übergabe des neuen "Phantastischen Karpfens" von Künstlerin Nicole Schuller aus Mitterteich und einem gemütlichen Beisammensein wurde der Abschied ausgiebig gefeiert. Der Kunstfisch zeigt auf der einen Seite die Himmelsleiter und auf der anderen Seite die Europasterne. Klupp kündigte an, den Fisch auf seinem Grundstück in Schönficht aufzustellen.
















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