04.06.2019 - 16:36 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Freizeitsee Dießfurt: Badegäste können aufatmen

Es scheint zu harmonieren zwischen Bayerischen Staatsforsten und Landkreis: Über die Zukunft des Freizeitsees Dießfurt wird eifrig gesprochen. Dass demnächst Bagger anrollen, hat allerdings nichts mit dem geplanten Tourismus-Konzept zu tun.

Die Badesaison am Freizeitsee Dießfurt hat begonnen. Parallel laufen Gespräche über die zukünftige Nutzung des Kiesabbaugebiets.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Rudolf Zwicknagl hört sich am Telefon geradezu euphorisch an. "Es war ein sehr gutes, konstruktives Gespräch", berichtet der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach (Bayerische Staatsforsten), der für das Areal "Freizeitsee Dießfurt" zuständig ist. "Wir werden da gut zusammenkommen", meint er im Hinblick auf die Ergebnisse aus einem ersten Abtastungs-Gespräch Ende Mai zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Landkreis Neustadt/WN.

In kleinen, gemeinsamen Schritten sei eine "sanfte, naturfreundliche Entwicklung" angedacht. Fischerei und Baden spielen dabei die Hauptrollen, teilt Zwicknagl mit. "Für Badegäste ändert sich künftig nichts", beteuert er dabei. Eintrittsgelder solle es keine geben. Über Details wie eine Bepflanzung oder eine mögliche Eigentumsübergabe an den Landkreis sei noch nicht gesprochen worden. "Es wird aber sicher nicht darauf raus laufen, dass das komplette Areal verkauft wird, wenn dann nur bestimmte Bereiche", sagt der Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten. Vorstellen könne er sich jedoch, dass sich die künftigen Nutzer dann auch um das Müllproblem kümmern müssen.

Dießfurt bei Pressath

Erst einmal wird aber nichts passieren: Das Jahr 2019 will Zwicknagl noch nutzen, um weitere Gespräche zu führen. An diesem "Runden Tisch" sollen dann nicht nur Landrat Andreas Meier sondern auch die Planer sitzen, die das vom Landkreis beauftragte Entwicklungskonzept erarbeiten. Ab 2020 könnte es dann konkreter werden.

Bagger, die in der nächsten Zeit auf dem Areal zugange sein werden, haben also nichts mit dem Tourismuskonzept zu tun. Die Arbeiter führen stattdessen Naturschutzauflagen aus, die zur Entlassung des Kiesabbaugebiets aus dem Bergrecht notwendig seien, berichtet Zwicknagl. Landzungen und Flachwasserzonen entstehen dort, um Tieren und Pflanzen das Ansiedeln zu erleichtern. Zudem wollen die Staatsforsten mehrere Hindernisse aufstellen, damit Autofahrer nicht mehr überall durchkommen. So soll verhindert werden, dass die neu angelegten Naturschutzzonen gleich wieder zerstört werden.

Weniger auskunftsfreudig gibt sich dagegen Landrat Andreas Meier. Er lässt über die Pressestelle des Landratsamts ausrichten, dass er nichts zu dem Treffen mit Rudolf Zwicknagl sagen will und verweist darauf, dass es sich um ein internes Gespräch gehandelt habe.

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