13.08.2019 - 13:15 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Neue Verbotsschilder am Freizeitsee Dießfurt

Neue Verbotsschilder sollen den Badegästen nun erklären, was die Bayerischen Staatsforsten an ihrem Freizeitsee Dießfurt nicht sehen wollen: nämlich Feuer, Camping und Müll. Es sollen auch noch weitere Maßnahmen folgen.

Keinen Müll wegwerfen, kein offenes Feuer, kein zelten: Die neu aufgestellten Schilder sollen für eine Sensibilisierung der Badegäste sorgen.
von Stefan NeidlProfil

Die Beliebtheit des Freizeitsees Dießfurt ist ungebrochen, und das ist Fluch und Segen zugleich. Denn nicht alle Badegäste sind vernünftig und sorgen sich um die Umwelt. Zurückgelassener Müll und offene Feuerstellen sind oft ein Ärgernis. Der Betreiber, die Bayerischen Staatsforsten in Schnaittenbach, hat nun Ende Juli Schilder aufstellen lassen. In Symbolen ist dort zu erkennen, welches Verhalten nicht erwünscht ist: Müll zurücklassen, offenes Feuer und Camping im Zelt. Zur Einhaltung besteht bereits enger Kontakt mit der Polizei, heißt es. Der neue Betriebsleiter Philipp Bahnmüller informiert über die Hintergründe der Maßnahme: "Erst letzte Woche hatten wir wieder eine Aufräumaktion. Es kam eine ganze Anhängerladung Müll zusammen." Dabei sind die Staatsforsten nicht die einzigen, die regelmäßig für Ordnung sorgen. Der Fischereiverband ist Pächter der Gewässer und kontrolliert ebenso das Umfeld.

Weitere Maßnahmen sollen noch folgen. Der Zugang zum Wasser soll beispielsweise erschwert werden. Bahnmüller hofft: "Wenn die Leute ihre Sachen weiter tragen müssen, nehmen sie vielleicht gleich weniger mit." Der Mitteldamm soll mit Erdwällen wieder blockiert werden.

Ein weiterer Hintergrund der Verbotsschilder: Der nördliche Weiher soll nach den Ausbagger-Arbeiten renaturalisiert werden. "Wir wollen Lebensräume für alle Arten und speziell für Amphibien schaffen", erklärt der Behördenleiter. Er will dort demnächst Landzungen und einen natürlicheren Gewässerverlauf anlegen lassen. Müll und Feuerstellen wären dabei hinderlich.

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Kommentare

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Tobias Leißner

Tja, nun hat man scheinbar etwas härtere Geschütze aufgefahren und entlang des alten Holzgeländers, welches entfernt wurde, einen rund 1 Meter tiefen und 2 Meter breiten Graben gezogen und das Material als rund 1,20 Meter hohen Damm entlang des Grabens wieder aufgeschüttet. Als Zugang zum See dienen kleine Schneisen, diese Zugänge sind sehr schmal und steil und für ältere Menschen und auch Kinder nicht gefahrlos zu benutzen, ich hab das gestern einige Male beobachten müssen. Für Menschen mit Kinderwägen ein großes Problem, mit einem Rollstuhl sind die Zugänge unpassierbar.
Leider müssen jetzt viele Badegäste darunter leiden, nur weil ein paar wenige "Saubären" ihre Hinterlassenschaften nicht entsorgen können.
Badegäste sind es nicht, die dort ihren Müll hinterlassen, sondern diejenigen die dort zur späteren Stunde Party machen und Feuerstellen anlegen, denn tagsüber beim Badebetrieb ist davon nichts zu sehen.
Auch die Wohnmobilfahrer hinterlassen ihre Stellplätze sauber und ohne Müll, allerdings hat der Erdwall jeglichen Charme des Sees hiermit zerstört, denn die Wohnmobile parkten in der Regel entlang des Holzgeländers, wo sie nun neben diesem Erdwall stehen, der eher nach Baustelle als nach Seeblick aussieht.
Es bleibt zu hoffen, dass der Erdwall nur eine temporäre Maßnahme bleibt und wieder zugeschüttet wird, erstens hat es den Charme einer Baustelle, zweitens ist es ein erhebliches Sicherheitsrisiko, im Falle eines Unfalls wird sicherlich ein Verantwortlicher haftbar gemacht. Wenn man einen Durchgang macht, dann muss er gewisse sicherheitsrelevante Bedingungen erfüllen, man möchte es in diesem Fall allerdings so schwer wie möglich machen, um zu verhindern, dass die Gäste viele Dinge mit an den See nehmen.

26.08.2019
Peter Steinbock

Die allermeisten Besucher des Sees verhalten sich naturschutzgerecht und rücksichtsvoll. Abweichend davon sind bestimmte Besucher aber überhaupt keine Badegäste. Einige benutzen die Uferzonen und sandigen Flächen und Hindernisse als Testgelände für ihre Zweiradmaschinen und Automobile. Sie tauchen plötzlich auf, drehen ihre Testrunden und verschwinden wieder. Dann gibt es ganz bestimmte (geschlossene) Gruppen, die ausschließlich zum Feiern, Grillen, Feuer machen und den Genuß von Alkoholika die Ufernähe suchen und die Rückstände ihrer Events liegenlassen. Den Campern kann man aus meiner Sicht keine Verunreinigungen anlasten.

14.08.2019