11.02.2020 - 17:11 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Erstmals eine Frau als Bewerberin

Bürgermeisterkandidatin Anita Forster und die Kandidaten der Liste „CSU-Engagierte Bürger für die Gemeinde Dieterskirchen“ stellen bei Auftaktversammlung im "Genusswerk" ihre Ziele vor.

Bürgermeister Johann Graßl (rechts) und dessen Stellvertreter Richard Brunner freuen sich, mit Anita Forster eine engagierte Bürgermeisterkandidatin zu haben.
von Udo WeißProfil

"Die Kommunalwahlen bringen für unsere Gemeinde große Veränderungen", sagte CSU-Ortsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister Richard Brunner bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste, die zur Wahlauftaktversammlung ins "Genusswerk" gekommen waren. Nach 24 erfolgreichen Jahren stellt sich Bürgermeister Johann Graßl nicht mehr zur Wahl, und auch vier Gemeinderäte treten nicht mehr an. Mit der Liste "CSU-Engagierte Bürger für die Gemeinde Dieterskirchen" habe man eine gute Mannschaft aus engagierten, verantwortungsbewussten Leuten, die sich in vielfältiger Hinsicht ehrenamtlich einbringen, so Brunner. Zum ersten Mal stelle sich eine Frau, die in vielen Ehrenämtern und Vereinen die Gemeinde mitgestaltet, als Bürgermeisterkandidatin.

Früh in der Verantwortung

Anita Forster sowie die Kandidaten für den Gemeinderat stellten sich anschließend vor. In Wölsendorf aufgewachsen, habe sie bereits als Jugendliche in der Landjugend als Vorsitzende Verantwortung übernommen. Durch ihren Mann Michael, mit dem sie seit 2001 verheiratet ist, kenne sie Dieterskirchen bereits 25 Jahre lang. Anita Forster hat Religionspädagogik studiert und übt diesen Beruf in Neunburg an der Grund- und Mittelschule aus. Neben vielen Vereinstätigkeiten ist die Leitung des Chors "Ganz und gar" seit acht Jahren zu nennen. Forster ist dreifache Mutter. Sie könne durch Reduktion ihrer Religionsstunden das Bürgermeisteramt gut bewältigen.

Bürgermeister Graßl freute sich über das Interesse "von erfahrenen, aber auch neuen Kandidaten", die schon viel Verantwortung gezeigt hätten. Dabei gehören 20 keiner Partei an, denn Parteipolitik habe im Gemeinderat nichts zu suchen. Es gehe um gesunden Menschenverstand, Engagement und Erfahrung. Anita Forster habe ab dem Tag ihrer Zusage in Sitzungen von Gemeinderat und Verwaltungsgemeinschaft, Gesprächen und Ortsbesichtigungen erfahren, was zu tun sei und überlegt, was sie erreichen wolle.

Die Ziele formuliert

Unter dem Leitspruch, "Kommunalpolitik ist dafür verantwortlich, dass die Jungen dableiben wollen und die Älteren dableiben können", den er von Minister Albert Füracker gehört habe, stellte Richard Brunner die Ziele vor. Man versuche, in das neue Förderprogramm "Überall Glasfaser" aufgenommen zu werden. In einem respektvollen Miteinander gehe es um die Weiterentwicklung von Kindergarten und Grundschule, um neue Bauplätze mit familienfreundlichen Vergünstigungen und um Unterstützung der örtlichen Vereine. Gepflegte öffentliche Anlagen, Straßenausbau und Angebote zur Daseinsvorsorge seien wichtig, und natürlich die solide Haushaltsplanung. In der anschließenden Diskussionsrunde ging es um Ausbau des Friedhofs, Ganztagsangebot an der Schule, Leerstände, Gehwege, sowie Strom und Wasser auf Festplätzen. Hierzu bezog Anita Forster ausgiebig Stellung.

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