Dieterskirchen
11.12.2020 - 15:09 Uhr

Frauenbund Dieterskirchen feiert stimmungsvolle Adventsandacht

Bei der Adventsandacht des Frauenbundes wurden die Legenden der drei Heiligen Barbara, Lucia und Odilia vorgetragen. Meditative Texte und Deutung des Symbole in den Legenden trugen als Impulse dazu bei, das eigene Leben zu durchleuchten. Bild: wel
Bei der Adventsandacht des Frauenbundes wurden die Legenden der drei Heiligen Barbara, Lucia und Odilia vorgetragen. Meditative Texte und Deutung des Symbole in den Legenden trugen als Impulse dazu bei, das eigene Leben zu durchleuchten.

Es herrschte eine besondere Atmosphäre in der Pfarrkirche Sankt Ulrich. Zahlreiche Lichter, die brennenden Kerzen am Adventskranz sowie die meterhohe Krippe prägten die Kulisse bei der Adventsandacht des Dieterskirchner Frauenbundes.

Im Mittelpunkt der Andacht, an der auch Pfarrer Markus Urban teilnahm, standen die Heiligen der Adventszeit – angefangen von der Heiligen Barbara, deren Namenstag am 4. Dezember gefeiert wird, über Lucia, die Licht-Sendende, bis zur Odilia, der Heiligen Ottilie, deren Namenstag am 13. Dezember ist.

"Heilige sind Menschen, deren Erfahrungen für uns wertvoll sind, die von Weisheit zeugen und die als Lichtgestalten auf Weihnachten hinweisen", erklärte Vorsitzende Heike Klein, die zusammen mit Bettina Lottner, Angelika Brunner, Martina Held, Roswitha Hutzler und Angelika Portner die besinnlichen Texte vortrug. Die musikalische Begleitung der eingängigen Lieder lag in den Händen von Bürgermeisterin Anita Forster.

"Viele Legenden ranken sich um das Leben der drei Heiligen. Das, was uns beim Lesen der Geschichten aufgeht, macht den wahren Kern der Inhalte aus", erläuterte die Vorsitzende. Sowohl Barbara als auch Lucia wurden als Märtyrerinnen des dritten Jahrhunderts verehrt. Barbara wurde von ihrem Vater enthauptet, weil sie sich taufen ließ. Lucia gründete eine Armen- und Krankenstation. Der für Lucia typische Lichterkranz hatte den Sinn, dass sie ihre Hände für die Arbeit frei hatte und trotzdem im Hellen tätig werden konnte. Die Heilige Odilia, Tochter eines fränkischen Herzogs, wurde blind geboren. Sie wurde im Kloster ohne Zustimmung des Vaters getauft und wurde dann sehend. Als Gründerin des Klosters Niedermünster ist sie in die Geschichte eingegangen.

"Wo schöpfe ich neue Lebenskraft? Wo zaudere ich? Was bewege ich?", waren Impulssätze, um das eigene Leben zu durchdenken. Die Symbole, die in den Legenden der drei Heiligen vorkamen, wurden als Meditation dargeboten. So vermittelte der Turm, in dem Barbara eingesperrt war, einerseits Sicherheit, Schutz und Überblick, er kann aber auch als Enge und "goldener Käfig" gedeutet werden. Mit dem Gedicht "Des Staad" endete die einstimmende Andacht mit dem Wunsch: "Ich wünsche euch ,des Staad‘, dass ihr spürt, was der Herrgott wirklich mit Weihnachten meint."

 
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