Pfarrer Markus Urban sah den festlichen Akt, der sich dem Abendgottesdienst anschloss, als Gedenktag an die Opfer der Kriege und als Mahnung für zukünftige Generationen. Er segnete das Kriegerdenkmal mit Wasser und Weihrauch. Junge Mitglieder der KLJB trugen Gedanken vor, in denen sie auch die Opfer von Terrorismus und Gewalttaten ins Gedächtnis riefen.
Bürgermeister Johann Graßl stellte das Gedenken an alle Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie alle im Einsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr in den Mittelpunkt des Volkstrauertages, der am 12. März 1925 erstmals begangen wurde. Er ging auf die Aussagen einer Umfrage in der Wochenendausgabe unserer Tageszeitung ein, bei der sich vor allem junge Menschen nicht zur Sinnhaftigkeit dieses Gedenktages äußern wollten. Alle, die jedoch an der Umfrage teilgenommen hatten, bekundeten, dass nach mehr als sieben Jahrzehnten in Frieden und Wohlstand, wenigstens einmal im Jahr die Schrecken und Leiden der Kriege in Erinnerung gerufen werden sollten.
Aus der Umfrage zitierte Graßl Oberstleutnant Michael Zweers, der sagte: „Nur im Vermitteln der Geschichte und dem Erinnern an diesen Tag ist es möglich, unseren Kindern und uns selbst Frieden und Freiheit zu erhalten.“ Im Hinblick auf die Weltpolitik sei die Aufforderung eines Denkmals – "denk mal!“ – sehr wichtig. Man solle nichts ungefragt einfach akzeptieren, sondern kritisch hinterfragen, um sich eine begründete Meinung bilden zu können. „Das ist schwer genug. Das wäre heute meine Bitte an Sie“, schloss Graßl. Mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied wurde der Festakt beendet.













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