16.03.2020 - 18:46 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Gremium ändert sein Gesicht

Die neugewählte Bürgermeisterin Anita Forster kann im Dieterskirchener Gemeinderat ab Mai mit einer eigenen CSU-Mehrheit regieren. Doch auch die Freien Wähler sind mit dem Ausgang der Kommunalwahl nicht unzufrieden.

Roswitha Lindl (Freie Wähler).
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Dass das Gremium sein Gesicht verändern wird, war schon vor dem Wahlsonntag klar. Sechs der bisherigen Mandatsträger waren nicht mehr angetreten, als Nachfolger schenkten die Wähler vor allem jungen Bewerbern das Vertrauen. Neben dem bisherigen Dritten Bürgermeister Michael Albang hatten im Vorfeld der Wahl auch die Ratsmitglieder Angelika Portner, Ludwig Walbrun, Karl Wagner, Johann Lindl und Josef Zwack auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Ihre Nachfolge treten nun die über die CSU-Liste eingezogenen Bewerber Andreas Rückerl (701 Stimmen), Stefan Ebenschwanger (424) und Walter Böckl (425) an. Außerdem Alexander Köppl (407 Stimmen), Markus Markl (343) und Roswitha Lindl (267), die für die Freien Wähler ins Rennen gegangen waren.

Erneut das Vertrauen der Wähler haben die CSU-Gemeinderäte Richard Brunner (934 Stimmen), Andreas Eckl (749), Erhard Fischer (613), Rainer Scheitinger (552) und Peter Schwender (523) erhalten. Ebenfalls wieder im Gremium vertreten ist FW-Mitglied Thomas Köppl (892), der knapp das Rennen um den Bürgermeisterstuhl verloren hatte. Am Wahlsonntag hatten 75 Prozent der Dieterskirchner ihr Stimmrecht genutzt, fast fünf Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

"Sehr zufrieden mit dem Ergebnis", zeigte sich CSU-Listenführer und Zweiter Bürgermeister Richard Brunner. Nicht nur, dass es gelungen sei, Anita Forster als Bürgermeisterkandidatin ins Ziel zu bringen, die Wähler hätten auch das Bewerberangebot angenommen. Brunner war überzeugt, dass das künftige Ratsgremium die Gemeinde mit Blick auf Ortsteile, Vereine und Altersgruppen bestens abbildet. Er sah "ideale Voraussetzungen für die künftige Gemeindepolitik" gegeben.

"Das ist halt Demokratie", kommentierte FW-Vorsitzender Johann Lindl den äußerten knappen Ausgang der Bürgermeisterwahl. Doch insgesamt habe man eigentlich sehr gut abgeschnitten. "Wir haben einen Gemeinderat dazu gewonnen", das sei äußerst erfreulich.

Der amtierende Gemeinde-Chef Hans Graßl hatte sich noch am Wahlabend eine „Bürgermeister-Mehrheit“ für seine designierte Nachfolgerin gewünscht. Das ist mit acht Räten der CSU gegenüber vier Ratsmitgliedern der FWG in Erfüllung gegangen.

Stefan Ebenschwanger (CSU).
Andreas Rückerl (CSU).
Walter Böckl (CSU).
Alexander Köppl (Freie Wähler).
Markus Markl (Freie Wähler).
Gemeinderat:

Die Sitzverteilung im neuen Dieterskirchener Gemeinderat:

CSU: 66,6 Prozent, 8756 Stimmen, 8 Sitze

FWG: 33,4 Prozent, 4394 Stimmen, 4 Sitze. (mp)

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