(weu) Maisfeldtage im ausgehenden Hochsommer sind seit Jahren Tradition - heuer finden diese zwecks Hitze und Trockenheit rund 14 Tage früher statt. Die Experten Konrad Werner (R.A.G.T.) und Josef Gschrey (Pioneer) präsentierten den rund 25 Landwirten auf dem Versuchsacker der Familie Neubauer in Neuhaus bei Dieterskirchen neue Sorten, Düngeversuche und aktuelle Anbaustrategien.
Mit "blauem Auge"
Konrad Werner bedankte sich bei Birgit und Reinhard Neubauer, dass sie, wie schon viele Jahre zuvor, ihre Felder zur Verfügung stellten und auch für die vorbildliche Anlage des Demonstrationsfeldes. Birgit Neubauer begrüßte im Namen der Familie die Gäste, unter denen sich auch Seniorchef Ludwig Bauer befand. Die Landwirtin hatte für ihre Berufskollegen zunächst einige Informationen parat. Das Versuchsfeld war im Vorjahr mit Wintergerste bepflanzt worden, der Mais wurde am 28. April ausgesät und entsprechend gedüngt. Konrad Werner gab einige Tipps, wie man die richtige Reife feststellen kann und meinte: "Trotz der anhaltenden Trockenheit sind wir hier in dieser Gegend noch mit einem blauen Auge davon gekommen."
Denn der Mais brauche vor allem in der Blütezeit sehr viel Wasser, wobei in Franken die Probleme mit der Trockenheit wesentlich schlimmer ausgefallen seien. Wie Werner betonte, werde der Mais dieses Jahr 14 Tage früher geschnitten und die Ernte werde um ein Drittel reduziert sein. "Ab Oktober wird kein Mais mehr auf den Feldern stehen", so seine Prognose. Mit den Versuchsfeldern wollen die Saatguthersteller eine Entscheidungshilfe für die Sortenwahl geben. Rund 20 verschiedene Sorten wurden in jeweils drei bis vier Reihen gepflanzt und exakt mit Namen- und Nummernschildern versehen.
Neue Züchtungen
Zuerst stellte Konrad Werner die Sorten von R.A.G.T. vor. Er sprach von gut bewährten Sorten (Geoxx), aber auch über neue Züchtungen wie "Flambeau". Die Reihen setzte Josef Gschrey mit den Sorten von Pioneer fort. Im Anschluss an die nähere Begutachtung der Pflanzen und Kolben waren alle Teilnehmer ins Gasthaus Plecher zu einer Brotzeit eingeladen. Die beiden Experten standen dabei noch für Detailfragen zur Verfügung.













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