15.09.2020 - 12:27 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Schießsport in Dieterskirchen erreicht digitales Level

Der Schützenverein "Freischütz" in Dieterskirchen hat aufgerüstet. Mit der Eröffnung und Einweihung des neuen digitalen Schießstandes wird das Schützenwesen in der Region auf ein neues Level gehoben.

Jugendliche des Schützenvereins "Freischütz" führten die neue Anlage den Gästen vor. Bei einem festlichen Akt ist der neue digitale Schießstand in Betrieb genommen worden.
von Elfriede WeißProfil

Deutlich aufgerüstet haben die Dieterskirchner "Freischützen" ihr Umfeld für Training und Wettkampf. Krachender Salut der Böllerschützen um Rainer Scheitinger eröffnete am Sonntag den Festakt zur Einweihung des neuen digitalen Schießstandes. Auf dem Vorplatz des Rathauses, in dessen Dachgeschoss der Verein sein Quartier hat, hieß Schützenmeister Michael Forster den Präsidenten des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), Franz Brunner, sowie Gauschützenmeister Norbert Nietfeld willkommen. Unter die Festgesellschaft hatten sich unter anderem auch Ehrenschützenmeister Johann Lindl, die Ehrenmitglieder Ewald Nerb und Roswitha Lindl sowie Bürgermeisterin Anita Forster gemischt.

Schützenmeister Forster blendete auf den Anfang des Projekts "Digitaler Schießstand" zurück. Nach einem Wettkampf Anfang März fassten die "Freischützen" den Entschluss: "Wir brauchen einen digitalen Schießstand innerhalb der nächsten fünf Jahre." Bereits am darauffolgenden Tag stand nach einem Gespräch mit Gausportleiter Sebastian Trägler fest, dass eine Sportstättenförderung von 55 Prozent sowie eine Förderung über die ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) das ehrgeizige Projekt realisierbar erscheinen lassen könnten.

Es folgten Gespräche innerhalb der Vorstandschaft, verschiedene Angebote wurden eingeholt, und bereits Ende März konnte die Unterlagen bei der ILE eingereicht werden. Auch der Schützenbund wurde mit ins Boot geholt, sowie ein zehnjähriger Mietvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen. Die Vorreiterrolle innerhalb des Schützengaus, welche "Freischütz" mit der hochmodernen Anlage einnehme, hätten die Mitglieder auch als Verpflichtung empfunden. Und so wurde auch das Umfeld des Schießstandes mit Farbe aufgehübscht, ein neuer Fußboden verlegt, die Schießtische wurden überarbeitet. Der Dank von Schützenmeister Forsters galt vielen Freiwilligen für ihr Engagement, allen voran Johann Lindl.

Nach Eingang der Förderzusage über die ILE (4737 Euro) und seitens der Regierung mobilisierte weitere Kräfte. Der neue Schießbereich mit fünf elektronischen Ständen wurde in Betrieb genommen, die nötigen Schulungen in der technischen Handhabung abgehalten. Ohne Förderung investierte der Verein in ein Lasergewehr, außerdem wurde ein Monitor zur Begleitung des Wettkampfgeschehens angeschafft. An den Kosten von 18 200 Euro brachte sich auch die Sportstättenförderung mit einer Summe von 12 333 Euro ein. Nicht zu verachten war auch der Einsatz der Mitglieder, die 300 Arbeitsstunden für das Projekt leisteten.

Bürgermeisterin Anita Forster drückte ihre Freude darüber aus, dass sich in ihrer Gemeinde dieser "Vorzeigeschießstand" mit der modernen Schießanlage befindet. Sie hob das große Engagement der Schützen hervor, die stets neue Ideen umsetzen, wie im vergangenen Jahr die Gründung einer Bogenschießgruppe. Auch das gute Miteinander, der Zusammenhalt von Jung und Alt sowie der stete Mitgliederzuwachs seien herausragende Merkmale der "Freischützen". Die Bürgermeisterin überreichte 200 Euro als Starthilfe für ein weiteres Lasergewehr.

Auch mit Pfeil und Bogen kann bei den Dieterskirchner Schützen gezielt werden

Dieterskirchen

OSB-Präsident Franz Brunner betonte die langjährige Tradition des Vereins seit der Gründung im Jahr 1865 und würdigte die gute Jugendarbeit. Die immense Weiterentwicklung der Technik im Schießbereich gipfle in Dieterskirchen in der neuen Anlage. Anschließend nahm Pfarrer Markus Urban die Segnung der Schießanlage vor, die coronabedingt im Freien stattfinden. Danach besichtigte Schützenmeister Michael Forster mit den Ehrengästen das neu renovierte Domizil, und die Jungschützen zeigten die Funktion der digitalen Schießanlage auf.

Zusammen mit den Ehrengästen aus Kommunalpolitik und Schützenwesen besichtigte Schützenmeister Michael Forster (links) die neue digitale Schießanlage. Über die frisch renovierte Schießhalle im Dachgeschoss des Dieterskirchner Rathauses waren die Besucher voll des Lobes.
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