Brandschutz hin, Brandschutz her: Die zwei brennenden Kerzen auf dem Altar vor der Marienkapelle in Döberein, dort wo der Gottesdienst der Pfarrgemeinde am Sonntag von Pfarrer Markus Bruckner zelebriert wurde, waren bestimmt keine Gefahrenquelle.
Dies allerdings schien nach den ausgiebigen Regenfällen in der vorangegangenen Nacht ein Nussgackl, sprich Eichelhäher, anders gesehen zu haben. Bereits während des Gottesdienstes lenkte er die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf sich. Sie hatten den Platz vor dem kleinen Gotteshaus und die Straße zum Gebetsraum gemacht. Nervös umflog der gefiederte Gottesdienstbesucher die Kapelle, bis er schließlich die Entscheidung traf, mit gezielten Flügelschlägen die zwei Kerzen auf dem Altar auszulöschen. Die Messe im Freien, zu der die Dorfgemeinschaft eingeladen hatte, eröffneten die Kirchenbesucher mit dem Lied "Alles meinem Gott zu Ehren". Pfarrer Bruckner nahm in seinem Schlusswort Bezug auf das im Evangelium verlesene Gleichnis vom verlorenen Schaf. Er sah in der Dorfkapelle ein Zeichen dafür, "dass Gott uns sucht". Sein Dank galt deshalb allen, die sich um das kleine Gotteshaus kümmern. Das Marienlied "Wunderschön prächtige, hohe und mächtige..." schloss den religiösen Teil der Dorfkirchweih ab.
Zum weltlichen Teil lud anschließend die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Erna Raps, in das nahegelegene Anwesen Schmid ein. Nach einem Weißwurstfrühstück gab es am Nachmittag noch ausreichend Kaffee und Kuchen. Für den Erhalt der Dorfkapelle war der Reinerlös bestimmt.













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