18.11.2019 - 11:07 Uhr
Döllnitz bei LeuchtenbergOberpfalz

Frieden nicht selbstverständlich

Bürgermeister Anton Kappl sprach beim Gedenken des Volkstrauertages klare und deutliche Worte an den Kriegergedächtnisstätten in Döllnitz und Leuchtenberg.

Bürgermeister Anton Kappl an der Döllnitzer Kriegergedächtnisstätte und hier sprach er mahnende Worte in der Hoffnung, dass das Gedenken nicht vergessen wird und dass auch die Medien auf den Volkstrauertag zuvor schon aufmerksam machen sollten.
von Sieglinde SchärtlProfil

"Genau deswegen mahne ich immer mehr dazu, dieses Gedenken nicht in die obere Schublade zuschieben. Unser Frieden ist mehr wert als nur einmal im Jahr an die vergangenen Zeiten zu gedenken, aber leider nimmt dies immer mehr ab.“ Er bedauerte, dass alles bei vielen schon vergessen ist, "aber wir haben Glück in einem friedlichen vereinten Europa zu leben und es ist noch nicht solange her, denn vor 80 Jahren hat der Zweite Weltkrieg begonnen". Er erinnerte auch dass vor 100 Jahren „die einzigartige Organisation“ der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge gegründet wurde. Er betonte, dass der Frieden in Europa nicht selbstverständlich ist, und dass soll auch im Gedächtnis und im Herzen bewahrt werden. Der Bürgermeister dankte den Soldaten-, Reservisten- und Kriegerkameradschaften in Döllnitz und Leuchtenberg mit ihren Vorsitzenden, dass sie alljährlich den Gedenktag an beiden Stätten ausrichten. Mitglieder der Kameradschaften hielten an den Mahnmahlen die Ehrenwachen. Zum Gedenken legte die Marktgemeinde mit dem Bürgermeister und die SRK Kränze an den Mahnmahlen nieder.

In den Gottesdiensten am Samstag in der St. Jakobus Kirche in Döllnitz und am Sonntag in der St. Margareta Kirche Leuchtenberg schloss Pfarrer Adam Nieciecki mit den Gläubigen auch die verstorbenen Vereinsmitglieder der SRK mit ein. Während in Döllnitz die Feuerwehren Döllnitz, Wittschau/Preppach, Woppenrieth und die Pfreimdtalschützen Döllnitz an den Feierlichkeiten mit ihren Fahnenabordnungen mit der Gleiritscher Blaskapelle teilnahmen waren in Leuchtenberg die Wehren Leuchtenberg und Lerau und die Stadtkapelle aus Weiden vertreten. Der Männergesangverein „Liederkranz“ mit Dirigent Holger Scheufler begleitete die Feierlichkeiten.

Für Elfriede Bäumler aus Vohenstrauß ist das alle Jahre ein ganz besonderer Tag. Ihr Vater Karl Großmann (Obergefreiter) fiel am 5. Februar 1945 bei Glogau, im Zweiten Weltkrieg und so hat sie nie ihren Vater kennengelernt. Namentlich und mit Ortsangaben verlasen in Döllnitz Helmut Bamler und in Leuchtenberg Jürgen Scharff die Gefallenen und Vermissten.

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