Gartenlehre aus dem Mittelalter heute noch modern

„Nichts erquickt das Auge so sehr wie feines, nicht zu hohes Gras“. Dieses Zitat von Albert dem Großen beschreibt seine Vorstellung eines Gartens. Albertus Magnus war damit seiner Zeit weit voraus.

Richard Ebner (links) lud die Zuhörer ein, den Gedanken des Hl. Albert über die Gestaltung und den Sinn eines Gartens zu folgen.
von Heinrich Niebauer (NIB)Profil

Bereits im Mittelalter erkannte Albertus Magnus die beruhigende Wirkung eines gepflegten Gartens. Einen Albertus-Magnus-Garten gibt es auch in Dürnsricht. Was macht ihn so besonders? Mit dieser Frage beschäftigte sich Richard Ebner bei einem Workshop im Albertus-Magnus-Saal in Dürnsricht.

Zahlreiche Teilnehmer verfolgten die Ausführungen des Referenten, der als gelernter Landschaftsgärtner, Kräuterpädagoge und Theologe das Thema aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchtete. Bereits im Mittelalter vor 750 Jahren priorisierte der Universalgelehrte Albert einen gepflegten Rasen. Zu dieser Zeit ein unsinniger Luxus, da er auf den ersten Blick keinen Nutzen hatte. Gärten waren dazu da, Heil- und Küchenkräuter anzubauen. Für seinen Rasen verwendete Albert der Große bereits Rollrasen. Nach den Beschreibungen des gelehrten wurde sein Garten rekonstruiert: Gepflegter Rasen, Rasenbänke und Schatten spendende Bäume. Aber auch ein Bereich mit Kräuterbeeten gehörte zur Anlage.

Noch heute besteht zwischen dem Gartenbau nach rein ökologischen Grundsätzen und der Kräuterpädagogik mit dem Auge für die Pflanzen und deren Nutzen ein Spannungsfeld.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.