Ilse Aigner besichtigt Krippe in der Dürnsrichter Kirche

Die Bastler haben prächtige Arbeit geleistet. So eindrucksvoll, dass Landtagspräsidentin Ilse Aigner dieses Krippen-Kunstwerk in der Dürnsrichter Pfarrkirche sehen und wissen will, wie die Oberpfalz das mystische Geschehen in Szene setzt.

Prominenter Besuch an Bethlehems Stall: Landtagspräsidentin Ilse Aigner besichtigt die in der Dürnsrichter Kirche aufgebaute Krippe. Ganz allein tritt sie zu Beginn ihrer Visite vor und lobt die Krippenbauer: "Das habt Ihr wirklich toll gemacht."
von Autor HOUProfil
Ein Besuch, über den sich Pfarrer Michael Hoch (links) sehr freut: Im Albertus-Magnus-Saal gleich neben der Kirche begrüßt er Landtagspräsidentin Ilse Aigner (Mitte). Mit dabei ist auch Bürgermeister Christian Ziegler (rechts), der aus gegebenem Anlass die Amtskette angelegt hat.

"Wir laden sie ein", hatten Pfarrer Michael Hoch und die Pfarrverwaltung mit Günter Schießl an der Spitze beschlossen. Mit eher wenig Hoffnung auf Erfolg. Dann aber kam die Zusage aus München. Landtagspräsidentin Ilse Aigner wollte die in der Dürnsrichter Kirche seit wenigen Tagen errichtete Weihnachtskrippe sehen. Eingezwängt allerdings in enge terminliche Verbindlichkeiten. Doch eine Stunde Zeit blieb für diese Visite. Und es wurden dann auch genau 60 Minuten.

Als die ehemalige Bundes- und Landesministerin kam, waren viele Bewohner aus der Gemeinde Fensterbach da. Neugierig auf eine Frau, die es in ihrer politischen Karriere zur Landtagspräsidentin gebracht hat. Berührungsängste hat die 54-jährige Oberbayerin nie gekannt: Händeschütteln - "Schön, dass Ihr alle da seid." Gemeint waren damit auch der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeister Christian Ziegler und Pfarrer Michael Hoch.

Was folgte, war ein Gang nach Bethlehem. In eine von geschickten Handwerkern aufgebaute Stadt, die ihren Standort in einem Nebenraum der Dürnsrichter Kirche gefunden hat. Seit einigen Jahren mit sich immer wieder veränderndem Gesicht und dem Anspruch, dass der Betrachter fasziniert sein muss vom mystischen Geschehen einer Nacht, die der Menschheit zum Segen gereichte.

Der sichtlich beeindruckten Landtagspräsidentin stellte Günter Schießl die Krippenbauer vor: Heidi Gruber, Stefan und Gerald Messer, Michael Elsner, Reinhard und Herbert Schießlbauer. Ilse Aigner verweilte, als Pfarrer Hoch ein Gebet sprach, und sie lenkte danach ihren Schritt zum Altar des Gotteshauses, wo der Chor "Cousinentöne" weihnachtliche Weisen sang. Auch das gefiel ihr. Nicht nur, weil da Frauen standen, die mit feinen Stimmen musizierten. Denn wie schon der Name signalisierte: Sie sind alle miteinander verwandt. Gibt es das sonst irgendwo in Bayern?

Nur ein paar Meter neben der Kirche war im Albertus-Magnus-Saal der Tisch gedeckt. "Kaffee immer", strahlte die CSU-Politikerin. Handschlag und Weihnachtswunsch für alle, die zur Begegnung mit ihr gekommen waren. Kurze Wortes des Willkommens, Einträge ins Gästebuch der Pfarrei und ins Goldene Buch der Gemeinde. Dann musste die Landtagspräsidentin weiter. Hektik auch im Advent. Aber versehen mit dem Eindruck: "Das ist schon etwas Besonderes, was Ihr da gemacht habt." Die Krippe von Bethlehem, versetzt in eine oberpfälzische Landschaft. So, wie sie der heuer verstorbene Autor Alois Gillitzer beschrieben hatte: "Der Stall hätte überall auf dieser Welt stehen können."

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