05.04.2019 - 15:25 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Bessere Förderung für Naturparks

Positive Berichte bei der Mitgliederversammlung des Naturparks Hirschwald in Ebermannsdorf.

Vorsitzender Markus Dollacker (Vierter von links) mit den neugewählten Mitgliedern und Angestellten des Naturparks Hirschwald. Es fehlen Landrat Richard Reisinger, Oberbürgermeister Michael Cerny und Bürgermeister Franz Mädler.
von Hubert SöllnerProfil

"Naturparke werden bis 2030 systematisch als integrative Schutzgebiete weiterentwickelt, welche Naturschutz mit nachhaltiger Entwicklung verbinden und so das Rückgrat für den Erhalt und die Entwicklung vielfältiger und lebendiger Natur- und Kulturlandschaften bilden." Dies konnte Vorsitzender Markus Dollacker bei der Mitgliederversammlung des Naturparks Hirschwald im Berggasthof in Ebermannsdorf berichten.

Insgesamt seien zehn Punkte bis hin zur Personal- und Finanzausstattung der Naturparks im Wartburger Programm bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Naturparktag im September vergangenen Jahres in Eisenach beschlossen und vorab mit den Gremien des Bundestages und -rates abgestimmt worden. Auch der Freistaat Bayern, so Dollacker, wolle die bayerischen Naturparks besser unterstützen und fördern, habe den Dachverband "Bayerische Naturparke e. V." als Koordinierungsstelle gegründet. Positiv sehe er, dass die Gremien des Landtags beschlossen hätten, dass jeder Naturpark ein Informationszentrum bekommen solle und der Naturpark Hirschwald zwei Ranger-Stellen gefördert bekomme.

Den Faden nahm Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager auf, sie betonte: "Wir möchten, dass der Ranger das Gesicht des Naturparks wird." Die Einstellung des ersten sei für Anfang Mai geplant. Ausführlich ging sie in ihrem Rückblick auf die Themen Umweltbildung, Regionalentwicklung und Kooperationen, Förderprojekte nach den Landschafts- und Naturparkrichtlinien (LNPR) sowie Öffentlichkeitsarbeit ein. In der Planung seien neben anderem die Einarbeitung eines zweiten Rangers, die Auszeichnung der Mittelschule Ensdorf als Naturparkschule, die Vernetzung der drei Genussorte, eine Machbarkeitsstudie Naturparkzentrum, die Lehrerfortbildung, die Teilnahme an der Klimaschutzwoche mit einer Wanderung, das Regionalmanagement Genuss-Herbst, ein Naturpark-Marketingkonzept. Weiter unter dem Thema "Klimafreundliches Reisen" das Ausarbeiten und Vermarkten der Stärken der Region gemeinsam mit der Tourismus Amberg-Sulzbach und dem ZEN.

"Mit Erhalt des Institutionskennzeichens ist das Seniorenmosaik berechtigt die erbrachten Leistungen mit den Pflegekassen abzurechnen", berichtete Barbara Hernes, Projektleiterin des Seniorenmosaiks. Denn im Mai 2018 habe das Seniorenmosaik für die Angebote Helferkreis und Alltagsbegleiter die Anerkennung durch das ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) erhalten. Umfangreich war die Liste der im abgelaufenen Jahr durchgeführten Veranstaltungen, Beratungssprechstunden, Vorträge und Infoveranstaltungen. Dass 500 Euro aus der Sparkassenförderung und eine Spende der Berufsfachschule Altenpflege dem Seniorenmosaik zugeflossen seien, freue sie sehr. Eine Bewerbung um Geldspenden aus der regionalen Bußgeld-Liste werde abgegeben.

Von einem positiven Kassenstand berichtete trotz hoher Ausgaben Winfried Wenkmann. Nach dem Revisionsbericht durch Roland Strehl wurde einstimmig Entlastung erteilt. Auch der von Isabel Lautenschlager vorgestellte Haushaltsplan 2019 wurde ohne Gegenstimme genehmigt.

Neuwahlen:

Die durch Stefan Braun per Akklamation durchgeführte Neuwahl hatte folgendes Ergebnis:

Vorsitzender: Markus Dollacker

Stellvertreter: Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny

Kassier: Winfried Wenkmann

Vertreter Landwirtschaft: Gerhard Gradl

Vertreter Forstwirtschaft: Wolfhard-Rüdiger Wicht

Beisitzer sind die Bürgermeister Roland Strehl, Franz Mädler, Josef Gilch, Erwin Geitner, Peter Braun, Florian Junkes und Stefan Braun

Kassenprüfer: Monika Merl und Roland Strehl

Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, erzählt von den durchgeführten Veranstaltungen.
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