14.02.2020 - 14:07 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Gemeinde Ebermannsdorf heißt jüngste Neubürger willkommen

Sie gebieten der demographischen Entwicklung in Ebermannsdorf Einhalt. Dafür dankt Bürgermeister Josef Gilch bei seinem letzten Empfang für die jüngsten Gemeindebürger deren Eltern.

Die jungen Familien mit ihren Neugeborenen und Geschwistern der Kleinen in der Aula des DomCom beim Begrüßungsnachmittag. Mir dabei (von links) die Bürgermeister Josef Gilch und Erich Meidinger sowie der evangelische Pfarrer Alfredo Malikowski (rechts) und Kindergartenleiterin Marina Hildebrand (sitzend, Dritte von rechts) mit ihrem Sohn
von Christine Wendl - wecProfil

In der Aula der Grundschule gratulierte Gilch den Müttern und Vätern der im vergangenen Jahr geborenen 18 Buben und Mädchen, dass sie Ja zum Kind gesagt haben. An diesem Nachmittag bei Kaffee und Kuchen nahmen auch der neue evangelischen Pfarrer Alfredo Malikowski und die Leiterin des Kindergartens Sonnenschein, Marina Hildebrand, teil.

Der Bürgermeister blickte zurück auf die Anfänge der Kinderkrippe, als nach einer ersten Umfrage unter den Eltern gerade einmal vier Paare Interesse an einem Platz bekundet hatten. Dennoch habe man einen Krippenraum für zwölf Kinder gebaut, der dann direkt nach Eröffnung schon nicht mehr ausgereicht habe, so dass noch im selben Jahr eine zweite Gruppe eingerichtet worden sei. Mittlerweile sei der Kindergarten von ursprünglich sechs Erzieherinnen und 60 Kindern auf heute 19 Erzieherinnen und fast 120 Kinder angewachsen.

Um diese Situation, in der den Kindern jeglicher Platz zum Turnen und Toben fehle und das Personal einen eigenen Aufenthaltsraum benötige, zu entzerren, sei ein Neubau zum bestehenden Gebäude unumgänglich - und sollte in Anbetracht der hohen Förderung von 1,8 Millionen Euro auch so bald wie möglich realisiert werden. Die Kleinen in ihren Kinderwagen und auf den Armen ihrer Eltern schienen dies durch kräftiges Quäken zu bestätigen. Gilch dankte der Kindergartenleiterin stellvertretend für alle Erzieherinnen und sicherte den jungen Eltern die bestmögliche Unterbringung und Sorge für ihre "kleinen Goldschätze" zu. „Genießen Sie die Zeit mit den Kleinen – sie vergeht leider viel zu schnell“, lautete sein etwas wehmütiges Resümee.

Marina Hildebrand bestätigte den „proppenvollen Zustand" des Kindergartens, in dem jeder Winkel als Spielecke genutzt werde, aber dennoch viel zu wenig Platz für die vielen Kinder sei. Sie plädierte eindringlich für einen baldigen Neubau und die damit einhergehende Entzerrung der belastenden Situation. Etliche der Eltern seien ihr bereits von der Anmeldung ihrer Sprösslinge in der Krippe bekannt gewesen. Dritter Bürgermeister Erich Meidinger, der auch Jugendbeauftragter der Gemeinde ist, verwies in diesem Zusammenhang auf die Statistik. 2002 seien noch 62 Prozent Frauen mit Kindern berufstätig gewesen, heute seien es bereits 75 Prozent - Tendenz steigend.

Pfarrer Alfredo Malikowski, in Brasilien geboren und aufgewachsen und seit ungefähr fünf Jahren in Deutschland wohnend, stellte sich vor und verkündete, dass ihm Ebermannsdorf, an dem er auf der B 85 schon so oft vorbeigefahren sei, sehr gut gefalle. Im Anschluss gab es für jedes Kind 100 Euro Begrüßungsgeld von der Gemeinde und einen kleinen finanziellen Obolus von der Raiffeisenbank Unteres Vilstal.

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