29.07.2020 - 14:23 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Neue Impulse für die Neue Mitte

Die CSU stellt den Bürgermeister in Ebermannsdorf, aber sie hat nicht mehr die Mehrheit im Gemeinderat. Das zeigte sich in dessen jüngster Sitzung. Es ging erneut um die heftig umstrittene Neue Mitte.

Auf diesem Grundstück zwischen Ortsdurchfahrt und Schule soll Ebermannsdorfs Neue Mitte entstehen. Sie war jetzt wieder einmal Thema im Gemeinderat.
von Paul BöhmProfil

Die große Philosophie um die Neue Mitte Ebermannsdorf als künftiges Gemeindezentrum sei eigentlich schon durch, sagte Bürgermeister Erich Meidinger zu diesem Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es hat viele Zusammenkünfte gegeben, um Planungshürden zu nehmen, aber jetzt will der Gemeinderat mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes endgültig auf die Zielgerade zur vorbereitenden Bauphase einbiegen.

Dieser Teil ohne Investor

Doch bevor es bei der aktuellen Sitzung soweit war, wurden noch einmal grundsätzliche Argumente im Domcom ausgetauscht. Zum einen ging es um die Grundsatzentscheidung über die Zahl der gemeindeeigenen Gebäude und deren Nutzung auf dem Gelände. Einig war man sich darin, dass die Gemeinde das neue Rathaus und den Kindergarten in Eigenregie bauen will – also ohne Investor: 15:0 Stimmen lautete das Abstimmungsergebnis.

Die Neue Mitte in Ebermannsdorf

CSU-Fraktionssprecher Günter Denk legte zur weiteren Vorgehensweise dar, dass man zuerst eine Architekten-Prüfung vor allem zu Machbarkeit und Kostenstruktur vornehmen lassen solle, ob es ein oder zwei Gebäude werden sollen, in denen Rathaus und Kindergarten künftig zuhause sind. Günter Denk sprach von einer wichtigen Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte. Gemeinderat Michael Götz sieht dies genauso und benutzte das Wort richtungsweisend. Bei der Abstimmung wurde aber dann der von der CSU-Fraktion eingebrachte Antrag mit den acht Stimmen von SPD, CSL und der FW-Gruppierung abgelehnt. Dem standen sieben Stimmen aus der CSU gegenüber.

Rathaus und Kita in einem Haus

CSL-Sprecher Johann Vornlocher hatte für seine Fraktion (CSL, SPD und Freie Wähler) den Vorschlag ins Spiel gebracht, das künftige Rathaus und den Kindergarten in einem Gebäude unterzubringen. Diese Idee sei kein Schnellschuss, sondern eine Entscheidung, die seine Fraktion nach reiflicher Überlegung getroffen habe: „Rathaus und Kindergarten sollen in einem Gebäude beheimatet sein und dies darf auch nicht in die Einfluss-Sphäre eines Investors kommen“, sagte Vornlocher. Christian Elsner (FW) meinte, dass man einem Investor klar sagen müsse, was die Gemeinde will. Die acht Mandatsträger von CSL, der SPD und FW stimmten dem Antrag für Rathaus und Kindergarten in einem Gebäude zu. Die sieben CSU-Vertreter waren dagegen.

Die Realisierung und die Umsetzung der beiden großen Bereiche „Wohnen“ sowie „Markt- und Geschäftshaus“ können nach der Änderung des Flächennutzungsplanes mit einem Investor angegangen werden. Die Bebauungsplanänderung wurde vom Gemeinderat mit 14:1 Stimmen auf den Weg gebracht.

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