Dem Künstler und Ortsheimatpfleger Hans-Georg Hierl war es ein Anliegen das Kirchlein im unteren Dorf der Nachwelt zu erhalten, deshalb nahm er seit November vergangenen Jahres in kompletter Eigenregie und auf eigene Kosten die Restaurierung in die Hand. Einer neuer Glanz der Kapelle war ihm vor allen auch wichtig, weil jedes Jahr zu Fronleichnam die Prozession hier vorbei zieht und zum Gebet inne hält. Hans-Georg Hierl runderneuerte die Fassade, reparierte das Dach, gestaltete das Innere neu und sorgte für eine Bepflanzung. Eine von der Gemeinde Ebermannsdorf zur Verfügung gestellte Sitzbank lädt nun zum Verweilen an der Kapelle ein.
Am Dachgiebel weist ein mit Blattgold verziertes Eichenkreuz auf die Bestimmung des Gebäudes hin. Die in die Jahre gekommenen Fensterscheiben wurden durch glaskünstlerisch hergestellte Gläser ersetzt, deren Lichtspiel auf einem Aquarell von 1991 aus der Hand des Künstlers basiert. Es symbolisiert, so Hierl, das Licht am Ende des Tunnels und verweist auf den christlichen Glauben an die Wiedergeburt.
1908 erbaute Anton Hofmann, ein Vorfahre des ganz in der Nähe lebenden Landwirts mit demselben Namen, das Kirchlein. Aufgrund des Namens des Erbauers, dessen Nachfahren in jeder Generation seinen Vornamen trugen und tragen, war es für Hans-Georg Hierl klar, dass die Kapelle nun dem Heiligen Antonius von Padua geweiht werden sollte. Antonius war ein brillanter Theologe und begnadeter Redner, der die Menschen begeistern konnte. Er starb am 13. Juni 1231 in der Nähe von Padua. Bürgermeister Erich Meidinger und Pfarrer Sagayaraj Lourdusamy stimmten diesem Vorschlag sofort zu. Im Inneren befindet sich nun ein Ölgemälde von Hans-Georg Hierl über dem Altar, das den Hl. Antonius mit dem Jesuskind zeigt.
Hans-Georg Hierl konnte die umfangreiche Sanierung nicht ganz alleine stemmen. Er fand bei der Umsetzung tatkräftige Unterstützung in der Gemeinde sowie im Familien- und Freundeskreis. „Es war sehr viel ehrenamtliche Arbeit und finanzieller Einsatz für mich, das alles in die Tat umzusetzen. Aber es einfach zu tun, war es mir für unsere Bürgerinnen und Bürger mehr als wert!“, so Hierl beim Besuch in seinem Atelier als er gerade das neue Altarbild fertig stellte. „Allen, die mir dabei so tatkräftig geholfen haben, möchte ich ein herzliches Vergelt’s Gott aussprechen.“
Die offizielle Weihe der restaurierten Kapelle findet am Todestag des Heiligen Antonius, am 13. Juni, ab 18 Uhr durch Pfarrer Sagayaraj Lourdusamy statt. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.














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