16.05.2021 - 09:04 Uhr
EbnathOberpfalz

280 Jahre Pfarrkirche in Ebnath

2021 feiert die Ebnather Pfarrkirche ihren 280. Geburtstag. Ein Rückblick in die Geschichte des Gotteshauses.

von Autor SOJProfil

Eine Kirche in Ebnath wird zum ersten Mal in den "Monumenta Boica" des Klosters Reichenbach erwähnt. Diepold von Berg, Bischof von Passau, weihte im Jahr 1179 die Kirche in "Ebenoede" (Ebnath), bei der es sich vermutlich um eine Burgkapelle handelte. Auftraggeber war der Vetter des Bischofs, Markgraf Diepold II.

Bis zum 15./16. Jahrhundert gibt es keine weiteren Quellen zur Geschichte der Pfarrkirche - auch für die Spekulation, dass die Familie von Hirschberg die Kirche eben zu dieser Zeit neu aufgebaut haben soll, gibt es keine handfesten Beweise. Erst für den Anfang des 18. Jahrhunderts sind wieder Quellen über die Ebnather Kirche vorhanden.

Zu klein und schlechter Zustand

So wurde die alte Kirche zum einen für die anwachsende Pfarrei zu klein und zum anderen sei sie nach Pfarrer Adam Paul Schaller in einem sehr schlechten baulichen Zustand gewesen. Aus diesen Gründen fasste man den Entschluss, die Kirche zu erweitern und zu erneuern. Bereits im Jahr 1715 wurde ein Plan für den Umbau angefertigt, der wiederum aufgrund mangelnder Geldressourcen ruhen musste.

23 Jahre später, 1738, tauchte ein neuer Plan des Amberger Maurermeisters Georg Diller für die Pfarrkirche auf, der sich vom ersten Plan nur geringfügig unterschied. 1741 wurde sein Plan dann nahezu unverändert umgesetzt. Die neue Kirche wurde bis auf das Pflaster und die Stühle im Inneren im selben Jahr fertiggestellt. 1751 fertigten der Unterbrucker Johann Wierl und der Kemnather Ignath Strickner die Stühle sowie das Pflaster und Pfarrer Schaller weihte die neue Kirche im selben Jahr.

Leider sind die tatsächlichen Baukosten nicht mehr erhalten, jedoch ein Überschlag derselben in Höhe von 2 020 fl (Gulden) 44 Xr (Kreuzer). Wenn man diese Summe heute umrechnen würde, wären dies etwa 62 700 Euro.

Taufstein aus alter Kirche

Die beiden Beichtstühle wurden 1752 eingebaut, ein Jahr später entstand der neue Hochaltar. Den Taufstein aus der Mitte des 17. Jahrhunderts übernahm die Gemeinde aus der alten Kirche.

Der Kemnather Schreinermeister Johann Eckmann führte sämtliche Schreinerarbeiten aus, der Auerbacher Bildhauer Georg Veldt die Verzierungen und die Statuen, der Kemnather Maler Joh. Peter Weyh die Fassungen und der Oberröslauer Maler Joh. David Radius die Altarbilder. Letzterer stellte ebenfalls die Kreuzweggemälde und die Beichtstuhlbilder im Jahr 1755 fertig.

Sechs Jahre später malte er zusätzlich das Familienbild beim Frauenaltar. Erst 1800 ließ Pfarrer Georg Christoph Schindler den heutigen Kirchturm mit einer Höhe von 28 Metern anbauen. Daran erinnern noch die Inschrift "Bittet und ihr werdet erhalten" sowie die Jahreszahl 1800.

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