Gleichzeitig hob er hervor, dass der Empfang dem Engagement jener Bürger gewidmet ist, die mit ihrem Einsatz für das Wohl ihrer Mitmenschen Zeit und Kraft investieren und die Basis einer funktionierend lebenswerten Gemeinde bilden.
Wie das Gemeindeoberhaupt in seiner rund einstündigen Rede zum Ausdruck brachte, habe er die Verantwortlichen der Vereine eingeladen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dafür Sorge tragen, dass jeder einzelne Bürger immer etwas findet, das für ihn interessant und schön ist, um sich in seiner Heimat wohlzufühlen. Zudem waren jene Bürger eingeladen, die mit ihrer Arbeit oder ihrem humanitären Einsatz gezeigt haben, dass man die Welt immer noch ein klein bisschen besser machen könne.
Chance vertan
Daran anknüpfend hob er hervor: "Eine Gemeinde lebt vom Engagement und der Kraft ihrer Bürger, von deren Ideen und ihren Innovationen", verbunden mit den Worten des Dankes, aber auch mit der Aufforderung, weiterhin mit Tatkraft etwas für die Heimat zu bewegen. Zum abgelaufenen Jahr gelte "manches könnte, manches müsste und anderes sollte angesprochen werden". Er erwähnte dabei das erstmals in Ebnath von drei Bürgern initiierte Bürgerbegehren zum Umbau der Alten Schule und wertete dieses als herausragend aus einer Vielzahl von Ereignissen.
Zum ablehnenden Votum der Bürger zu dem geplanten Umbauvorhaben brachte der Bürgermeister zum Ausdruck, "welche Chance damit vertan wurde, werde für viele erst in naher Zukunft begreifbar". Ein weiteres Projekt, das schon vor längerer Zeit angegangen worden ist, ist der Abriss der Obstecke mit der vorgesehenen Umgestaltung des Grundstücks unter Einbeziehung des Umfeldes. Nach Schätzung des Bürgermeisters belaufen sich die Kosten hierfür auf etwa eine Million Euro. Erwartet werden dafür Fördermittel in Höhe von 850 000 Euro.
"Vollkommen illusorisch"
Ein von Gemeinderatsmitgliedern angedachtes Projekt auf Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bezeichnet das Gemeindeoberhaupt als "vollkommen illusorisch". Nach seinen Worten sind die Voraussetzungen und Grundlagen, ein MVZ genehmigt zu bekommen, für Ebnath vorerst und möglicherweise gar nicht realisierbar. Für derartige Planungen sei die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns die erste Anlaufstelle, sagte der Bürgermeister.
In seinem Jahresrückblick bezeichnete das Gemeindeoberhaupt die unter der Federführung von Johannes Bauer initiierte Typisierungsaktion als einen Höhepunkt im gemeinschaftlichen Miteinander. So habe er neben dem Initiator auch Sandra Schmelber, Karin Pöllath und Josef Söllner zum Neujahrsempfang eingeladen, da das Engagement zur Typisierungsaktion für Ebnath nicht nur herausragend war, sondern weil damit die Chance besteht, auch Menschenleben zu retten. Als Zeichen der Anerkennung gab es dazu von der Gästeschar beim Neujahrsempfang großen Applaus.
Zur Abrundung seines Streifzugs durch das zurückliegende Jahr zollte Bürgermeister Kratzer allen Vereinen sein Dank für deren Engagement, die den Bürgern ein vielfältiges Spektrum von Betätigungsmöglichkeiten bieten und unterstrich, "ein vielfältiges Angebot diene immer dem Wohlbefinden einer Gemeinde". Sein Dank galt aber auch den Mitgliedern des Heimat- und Volkstrachtenvereins "'D'Gregnitztaler", die erneut die Bewirtung beim Neujahrsempfang übernommen hatten. Kasten













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.