Ebnath
16.05.2019 - 12:42 Uhr

Ebnather Rathaus klaut "Die Partei" den Job

Der Kreisverband der Gruppierung "Die Partei" meldet sich in Sachen Schulhaussanierung in Ebnath zu Wort. Sie fühlen sich wohl auf den Schlips getreten.

Martin Sonneborn (Die PARTEI), Vorsitzender, und Nico Semsrott (r), Comedian, starten vor der Volksbühne im Bezirk Mitte mit Pressekonferenz und Fototermin in den EU-Wahlkampf. Bild: Wolfgang Kumm/dpa
Martin Sonneborn (Die PARTEI), Vorsitzender, und Nico Semsrott (r), Comedian, starten vor der Volksbühne im Bezirk Mitte mit Pressekonferenz und Fototermin in den EU-Wahlkampf.

"Für Satire sind WIR zuständig!" Die Verantwortlichen des Kreisverbands "Die Partei" fühlen sich wohl auf den Schlips getreten. Das "Ebnather Rathaus klaut uns den Job", beklagen sie in einer Pressemitteilung. Warum sind die "Die Partei"-Mitglieder so erzürnt?

Unter der Überschrift "Falsche Heizung eingebaut?" berichteten Oberpfalz-Medien Anfang Mai über eine Anfrage des CSU-Fraktionssprechers Josef Söllner in der Ebnather Gemeinderatssitzung. Er wollte wissen, warum bei der energetischen Sanierung der neuen Schule offensichtlich etwas schiefgelaufen sei. Das Gremium habe sich vor Baubeginn einstimmig für eine Pellets-Heizung ausgesprochen. Nun stelle sich heraus, dass eine neue Öl-Heizung installiert worden sei. Söllner fragte Bürgermeister Manfred Kratzer (SPD), wie es zu einer solch gravierenden Abweichung von gefassten Beschlüssen habe kommen können.

Ebnath09.05.2019

Nun meldet sich "Die Partei" zu Wort: "In einer beispiellosen Hussarenaktion hat sich das Ebnather Rathaus als Satireeinrichtung der Spitzenklasse präsentiert", schreibt Konstantin Kühnelt, Vorsitzender des Kreisverbands. Aus dem Zeitungsbericht gehe hervor, dass im Zuge der energetischen Schulsanierung offenbar eine Öl-Heizung entgegen des Beschlusses des "satirisch unbegabten Gemeinderates" montiert worden sei.

"Wir sehen uns gezwungen, den Hut vor so viel Mut zu ziehen, beschäftigen sich doch derzeit Millionen Menschen mit dem sogenannten 'Klimawandel'", heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Die Partei" unterstütze "die weitblickende Entscheidung des Verantwortlichen, seinen bescheidenen Beitrag dazu zu leisten, dass Ebnath wieder das tropische Paradies wird, das es vor dem Kontinentaldrift einmal war". Und dennoch sei die Gruppierung für Satire zuständig. "Wir behalten uns eine Beschwerde bei der Gewerkschaft für brotlose Satirekünstler aufgrund dieses Vorfalls vor", kündigt Kühnelt an.

Für die Verantwortlichen gibt es von "Die Partei" noch eine Merkhilfe: "Öl ist schwarz, kommt aus dem Boden - oder aus Russland. Manche nennen es auch liebevoll Dinosaft. Pellets sind hart und werden aus Holz hergestellt. Wir hoffen das hilft für die Zukunft."

 
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