11.07.2019 - 12:57 Uhr
EbnathOberpfalz

Entscheidung vertagt

Im Gemeinderat Ebnath sorgte die Algenproblematik im Naturbad Selingau für Diskussion. Zwei Teichbelüftungsanlagen sollen Abhilfe schaffen. Ein Fachbüro soll die Situation prüfen.

von Redaktion ONETZProfil

Vertagt hat der Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung seine Entscheidung zur Anschaffung von Wasserbelüftern zur Eindämmung der Algenproblematik im Naturbad Selingau. Dies hatte der "Arbeitskreis Freibad Selingau" als erstes Ergebnis nach seiner Sitzung Mitte des Vormonats dem Gremium empfohlen. Die Investitionskosten wurden auf rund 4000 Euro geschätzt.

Mit der Algenproblematik im Naturbad Selingau hat sich der Leiter des Arbeitskreises, Gemeinderat Michael Sticht, umfassend beschäftigt. Dieser schlug nun dem Gremium vor, zwei Teichbelüftungsanlagen auf 220-Volt-Basis anzuschaffen. "Mittels Sauerstoffeintrag könnten die Algen eingedämmt, wenn nicht sogar ganz Abhilfe geschaffen werden", sagte Sticht. Die erforderlichen Erd- und Nebenarbeiten sollten durch die Mitarbeiter des Bauhofs ausgeführt werden. Dies wurde allerdings von Bürgermeister Manfred Kratzer abgelehnt, weil das Bauhofpersonal mit anderweitigen Arbeiten beschäftigt sei und daher aus zeitlichen Gründen die notwendigen Arbeiten nicht erledigen könne.

Zudem verwies Kratzer auf den Erbpachtvertrag zwischen der Kommune und dem Eigentümer des Naturbades. So müsse erst dessen Einverständnis für die Installation und den Betrieb der Wasserbelüfter eingeholt werden. Ferner äußerte er seine Bedenken hinsichtlich von Stromleitungen im Wasser sowie des Belüfterbetriebes. Nach den Worten des CSU-Fraktionssprechers Josef Söllner können bedenkenlos Unterwasserstromleitungen verlegt werden. Ferner erklärte er, dass der Belüfterbetrieb über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden könne.

Nach reger Diskussion vertagte das Gremium seine Entscheidung. Hinsichtlich der Algenproblematik sollen ein Fachbüro hinzugezogen und verschiedene Konzepte sowie Lösungsvorschläge ausgearbeitet werden. Zudem soll geprüft werden, ob eine Förderung über das aktuelle bayerische Freibad-Förderprogramm in Aussicht gestellt werden kann.

Des Weiteren wurde dem Gremium das Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung für 2018 zur Kenntnisnahme vorgelegt. Daraus ging hervor, dass sich zum Abgleich des Rechnungsabschlusses 2018 eine Rücklagenentnahme von rund 50 000 Euro errechnet. Somit betrug der Rücklagenstand zum Ende des Vorjahres 219 284 Euro. Für den diesjährigen Etat wurde zum Ende des Vorjahres eine allgemeine Rücklage von rund 190 000 Euro angenommen. Demnach stehen für das laufende Haushaltsjahr zusätzliche Haushaltsmittel von rund 29 000 Euro zur Verfügung. In Verbindung mit der Kenntnisnahme des Rechnungsergebnisses beschloss das Gremium, den Rechnungsprüfungsausschuss zu beauftragen, baldmöglichst die Rechnungsprüfung vorzunehmen.

Per Telefax hatte der Ebnather Bürger Herbert König zwei Anträge übermittelt. Zum einen beantragte er, entlang des Bachlaufs beim Hofweiherweg ein Hinweisschild mit dem Aufdruck "Entsorgung von Grünschnitt in den Bach ist verboten und wird bei Zuwiderhandlung geahndet" aufzustellen. Das Gremium kam überein, dass dies eine Angelegenheit der Verwaltung sei. Der zweite Antrag galt der Anschaffung eines Trampolins für den Kinderspielplatz. Nach Bürgermeister Manfred Kratzer wird sich der Gemeinderat zur gegebenen Zeit mit Anschaffungen für den Kinderspielplatz befassen. Ob es ein Trampolin geben wird, ließ er jedoch offen.

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